Riesenfusion im Spirituosenmarkt
publiziert: Donnerstag, 21. Apr 2005 / 15:25 Uhr

Paris - Auf dem weltweiten Spirituosenmarkt werden die Cocktails neu gemischt. Der drittgrösste Anbieter Pernod Ricard aus Frankreich übernimmt den zweitgrössten Allied Domecq aus Grossbritannien für 10,7 Mrd. Euro (16,49 Mrd. Franken).

Pernod Ricard schielt auf den chinesischen Markt.
Pernod Ricard schielt auf den chinesischen Markt.
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Die Franzosen werden damit die Nummer eins in Europa, Asien, Australien und Südamerika und die Nummer zwei in Nordamerika und Afrika. Unsere Ambitionen sind unbegrenzt, sagte Vizechef Pierre Pringuet in Paris.

Um Konflikten mit den Kartellämtern aus dem Wege zu gehen, reicht Pernod Ricard den Vertrieb in Deutschland, Spanien und Grossbritannien sowie einige Marken an den US-Konzern Fortune Brands weiter. Fortune zahle dafür 4,1 Mrd. Euro in bar, sagte Konzernchef Patrick Ricard. Weltmarktführer bleibt der britische Konzern Diageo.

Konkurrierende Bieter sind nicht in Sicht

Angesichts einer Prämie von 36 Prozent auf den Aktienkurs vor Durchsickern der Übernahmepläne empfahl die britische Allied Domecq ihren Aktionären, das Übernahmeangebot anzunehmen. Konkurrierende Bieter sind wegen der Marktkonzentration nicht in Sicht.

Mit Allied Domecq reiht Pernod Ricard auch Champagner (Mumm, Perrier Jouet) sowie Weine aus Australien, den USA, Argentinien und Spanien in seine Regale ein und wird Nummer zwei auf dem weltweiten Weinmarkt. Damit werde die Tür in China weit aufgestossen, wo Spirituosen und Champagner aus einer Hand gewünscht würden, sagte Ricard.

Marken eingekauft

Der Konzern übernimmt ebenfalls Marken wie Malibu und Tia Maria (Liköre), Beefeater (Gin), Stolichnaya (Wodka, USA), oder Imperial (Scotch). Bisher schon im Programm sind Marken wie Chivas Regal und Wild Turkey (Whiskys), Soho (Likör), Pastis 51 und Ouzo Mini (Anisschnaps), Wodka Subrowka und Seagram´s Gin, Two Dogs (Alko-Pop), Sandeman (Sherry) und Martell (Cognac).

Analysten in Paris bewerteten Zeitpunkt und Kaufpreis für die Transaktion als günstig. Auch die Aufteilung der Offerte auf Pernod Ricard und Fortune Brands erhielt ein positives Echo.

Der Weltmarkt für Spirituosen ist zuletzt 2001 neu strukturiert worden. Damals übernahm Pernod Ricard gut 38 Prozent der kanadischen Seagram-Gruppe, während der Rest an Weltmarktführer Diageo ging.

(fest/sda)

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