Roger-Mörderin: «Ich war es nicht»

publiziert: Donnerstag, 18. Aug 2005 / 18:10 Uhr

Macon - Die Frau, die den Ordensgründer Frère Roger tödlich verletzt hat, leidet laut einem psychiatrischen Gutachten unter einer «Art paranoidem Wahn».

Frère Roger hatte keine Chance, er bekam das Messer gezielt mehrmals in den Rücken gestossen.
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Sie habe ihn vor einem Komplott der Freimaurer warnen wollen, sagte die 36-jährige Rumänin. Die Frau sei nach weiteren Vernehmungen bei ihrer ursprünglichen Version geblieben, wonach sie Frère Roger nicht töten wollte, sagte Staatsanwalt Jean-Louis Coste am Donnerstag im französischen Macon. Sie habe nach eigener Darstellung dem Taizé-Gründer das Messer nur an die Kehle halten wollen, um ihn zu zwingen, ihr zuzuhören.

Frère Roger habe dann aber eine Bewegung gemacht und dadurch die tödlichen Verletzungen selbst verursacht. Coste betonte aber, dass das "medizinisch unmöglich" sei. "Der Gerichtsmediziner ist da sehr klar: Es wurde willentlich eine tödliche Stichverletzung beigebracht."

"Sehr vage" Aussagen

Damit konfrontiert habe die Frau nur noch gesagt: "Ich war es nicht, das war jemand anderes." Zur Verschwörungsgeschichte der Frau aus Rumänien sagte Coste, ihre Aussagen dazu seien "sehr vage" geblieben. "Das wird jetzt über zusätzliche medizinische Gutachten und durch einen Untersuchungsrichter im Detail untersucht."

Die Rumänin war in ihrer Heimat in ambulanter psychiatrischer Behandlung. Sie nahm seit 2003 starke Medikamente wegen schizophrener Störungen, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax unter Berufung auf die Psychiatrische Klinik Socola in der nordrumänischen Stadt Iasi.

Nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung starb Frère Roger am Dienstagabend durch zwei Messerstiche. Der zweite zehn Zentimeter lange Schnitt war tödlich. Er hat einen Teil der Nackenmuskulatur und der Luftröhre durchschnitten.

(fest/sda)

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