Roman Josi - Schritt für Schritt zur grossen Karriere

publiziert: Samstag, 11. Apr 2009 / 00:01 Uhr / aktualisiert: Samstag, 11. Apr 2009 / 12:34 Uhr

Zwei Wochen vor Beginn der Heim-WM (24. April bis 10. Mai) kämpft Roman Josi vom SC Bern immer noch um einen Platz im Kader der Schweizer Nationalmannschaft. Dem erst 18-jährigen Neo-Internationalen winkt eine grosse Zukunft.

Roman Josi geht noch nicht nach Amerika. (Archivbild)
Roman Josi geht noch nicht nach Amerika. (Archivbild)
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Von den 23 derzeit aufgebotenen Schweizer Feldspielern haben zwei kaum Erfahrung im Nationalteam.

Auf der einen Seite der routinierte Stürmer Ryan Gardner von den ZSC Lions, der erst im Sommer den Schweizer Pass erhielt und wohl für den Titelkampf in Bern und Kloten gesetzt ist.

Auf der anderen Seite der junge Verteidiger Roman Josi. Obwohl er für die Februar-Länderspiele verletzungsbedingt passen musste, erhielt er von Nationaltrainer Ralph Krueger für die WM-Vorbereitung wieder ein Aufgebot.

Josi: «Tolle und lehrreiche Zeit»

Gegen Schweden und Finnland bestritt er seine ersten drei Länderspiele und nahm damit einen weiteren Schritt in seiner noch jungen Karriere. Verständlicherweise trat er weniger dominant auf als beim SCB, wirkte aber für sein Alter erstaunlich ruhig und abgeklärt.

Nach drei Wochen Nati-Erfahrung und vor dem zweiten Testspiel gegen die Finnen am Samstag in Kreuzlingen spricht Josi von einer «bisher tollen und lehrreichen Zeit». Die Integration ins Team sei kein Problem gewesen. «Ich spüre von den Mitspielern eine grosse Unterstützung, kriege viele Tipps und kann enorm profitieren», schwärmt der talentierte Berner.

Im Dezember war Josi als einer der Jüngsten der Leader des U20-Nationalteams, das an der B-WM in Herisau den Wiederaufstieg in die A-Gruppe schaffte. Ob Josi auch bei den «Grossen» ein Ticket für den Titelkampf erhalten wird, dürfte sich über die Ostertage oder kurz danach entscheiden.

«Es werden ja noch weitere Verteidiger einrücken und bereits jetzt ist die Konkurrenz gross», so Josi. «Ich kann nur jeden Tag mein Bestes geben. Es bringt nichts, mich irgendwie unter Druck zu setzen.» Am Schluss werde er das Resultat dann sehen. Auch Ralph Krueger liess sich bisher bezüglich einer Selektion von Josi nicht in die Karten blicken.

Weitere Saison in Bern

Josi wird von Experten eine glorreiche Zukunft vorausgesagt. Sein Potenzial wird mindestens so hoch eingeschätzt wie jenes von Luca Sbisa, der in diesem Winter bei den Philadelphia Flyers den Sprung in die NHL schaffte.

Im letzten Sommer wurde Josi in der zweiten Runde des NHL-Drafts von den Nashville Predators gezogen. Die Basis für eine Karriere in der besten Liga der Welt ist gelegt. Trotzdem verzichtet Josi darauf, bereits in diesem Sommer den Sprung nach Nordamerika zu wagen.

Der Verteidiger entschied sich kürzlich, eine weitere Saison beim SCB zu bleiben und seinen Ausbildungsvertrag in Bern zu erfüllen. Trotz gegenteiliger Empfehlungen wird er damit voraussichtlich erst im Sommer 2010 in die Organisation der Predators wechseln.

In Bern erspielte sich Josi in den vergangenen zwei Saisons einen Stammplatz und reifte zu einem Leader in der Defensive. Unter John van Boxmeer erhielt er auch regelmässig Eiszeit im Box- und Powerplay. Sein Ziel sei natürlich weiterhin die NHL, aber in Bern könne er sich persönlich weiterentwickeln und weitere Fortschritte erzielen, so Josi.

WM als nächstes Highlight?

Josi hat bewegte und äusserst erfolgreiche Monate hinter sich. Nach dem NHL-Draft, den gesammelten Erfahrungen gegen die New York Rangers und in der Champions League mit dem SCB sowie dem Wiederaufstieg mit der U20-Auswahl stünde nun mit der WM im eigenen Stadion das nächste Highlight an.

Die Teilnahme wäre zweifellos eine weitere wertvolle Erfahrung in Josis Karriere. Gespannt wartet Josi nun auf den Selektionsentscheid von Ralph Krueger.

(Sandro Mühlebach, Kreuzlingen/Si)

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