Rudern: André Vonarburg setzt alles auf zwei Karten

publiziert: Mittwoch, 5. Mai 2004 / 14:09 Uhr

Poznan - Mit dem Weltcup in Poznan (Pol) lancieren die besten Schweizer Ruderer am Wochenende die Olympia-Saison. Für Skiffier André Vonarburg sind die Spiele in Athen nicht das einzige, was diesen Sommer zählt.

André Vonarburg will hoch hinaus.
André Vonarburg will hoch hinaus.
Der Abstecher zum ersten Ernstkampf des Jahres in Polen ist für André Vonarburg eine Reise ins Ungewisse. Tests lassen ihn glauben, dass die Form stimmt. Wo er im Vergleich mit der Konkurrenz steht, weiss er aber nicht. "Ich rechne noch nicht mit einer Topleistung", sagt der 26-jährige Sempacher. Die erste Regatta brauche er jeweils, um Anlauf zu holen. Ein konkretes Ziel hat Vonarburg dennoch definiert. Mit einer Klassierung unter den ersten neun will er die von Swiss Olympic geforderte Bestätigung im ersten Anlauf schaffen.

So könnte sich der HSG-Student mit dem dicken Absenzenheft in aller Ruhe auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten. In Bestform möchte Vonarburg allerdings nicht nur an den Olympischen Spielen, sondern auch am Weltcup-Final in Luzern sein. "Rein sportlich ist die Rotsee-Regatta nicht viel weniger wert als Olympia. In Athen kommen halt einfach all die Emotionen dazu."

Chaos in Athen ist vorprogrammiert

Was Vonarburg schon jetzt zu denken gibt, sind die Probleme mit der olympischen Regatta-Anlage in Schinias. Weil dort im August mit starken Winden gerechnet werden muss, droht der wichtigste Wettkampf seit vier Jahren in einem unwürdigen Rahmen stattzufinden.

Rudern in der Nacht, am frühen Morgen, auf halbierter Strecke oder als Einzelzeitfahren -- die Organisatoren haben sich die unmöglichsten Szenarien ausgedacht. Die Unsicherheitsfaktoren haben Vonarburg in seiner Absicht, schon auf dem Rotsee brillieren zu wollen, bestärkt. "Wenn es in Athen drunter und drüber geht, könnte ich sonst plötzlich mit leeren Händen dastehen."

Rendez-vous mit Müller muss warten

Wie in Olympia-Jahren üblich, hat sich das Feld im Skiff über den Winter etwas gelichtet. Mit Weltmeister Olaf Tufte (No), Oldie Vaclav Chalupa (Tsch) und dem gelegentlichen Trainingspartner Marcel Hacker (De) verbleiben nur drei Konkurrenten, die Vonarburg noch nie geschlagen hat.

Vorläufig vom Einer verabschiedet haben sich Iztok Cop und Duncan Free. Der Slowene versucht mit seinem Partner Luka Spik, wie 2000 in Sydney Gold im Doppelzweier zu holen. Der Australier sieht im Doppelzweier oder -vierer die besseren Chancen auf einen Medaillengewinn.

Wieder im Geschäft ist dafür Xeno Müller -- neu unter amerikanischem Sternenbanner. Der Zürcher muss sich via US-Trials und internationale Qualifikationsregatta erst für Olympia qualifizieren und wird Vonarburgs Wege wohl erst in Athen kreuzen. Ob der Olympiasieger von Atlanta in Griechenland ebenso grusslos am neuen Schweizer Aushängeschild vorbeigeht wie anlässlich eines Trainingslagers in Kalifornien? André Vonarburg wirds nicht kümmern.

(von Philipp Bärtsch/Si)

 
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