Wikileaks-Informant vor Gericht
Rudolf Elmer kämpft um seinen Ruf
publiziert: Donnerstag, 17. Nov 2011 / 07:18 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Nov 2011 / 13:14 Uhr
Der Angeklagte in Begleitung seiner Anwältin Ganden Tethong.
Der Angeklagte in Begleitung seiner Anwältin Ganden Tethong.

Zürich - Am Zürcher Obergericht findet heute ein Prozess mit internationaler Ausstrahlung statt. Vor dem Richter steht Ex-Banker Rudolf Elmer, der sich gegen seine Verurteilung wegen Drohung, mehrfacher versuchter Nötigung und mehrfacher Bankgeheimnisverletzung wehrt.

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Das Zürcher Bezirksgericht hatte Elmer im Januar zu einer bedingten Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu je 30 Franken verurteilt. Die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre.

Der ehemalige Geschäftsleiter der Julius-Bär-Filiale auf den Cayman Islands hatte seinen ehemaligen Arbeitgeber mit E-Mails und Faxen bedroht und mehrmals Kundendaten veröffentlicht, indem er sie der Enthüllungsplattform Wikileaks zuspielte. Nach eigenen Aussagen wollte er damit die Machenschaften der Banken ans Licht bringen.

Das Bezirksgericht glaubte seinen hehren Absichten jedoch nicht und sah im 56-Jährigen vielmehr einen frustrierten Ex-Angestellten, der einen persönlichen Rachefeldzug führte.

Für Elmer geht es im Berufungsprozess deshalb nicht nur um die Geldstrafe, sondern vor allem um seinen internationalen Ruf als Whistleblower. Der Prozess dürfte den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Ob heute bereits ein Urteil gefällt wird, ist unklar.

(bert/sda)

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Wer von üblen
Drohungen betroffen ist büsst erhebliche Lebensqulität ein und verliert seine Integrität und Reputation. Insbesondere wenn noch persönliche Dokumente wie Betreibungdauszüge, Lohnauszüge, Lohnausweis, Privatkorrespondenzen etc. fremden Personen herausgegeben werden. Wenn dann die Drohungen zusätzlich noch mit bewussten und vorsätzlichen Verleumdungen, Dokumentefälschung und Beschimpfungen gepaart sind kann dass schnell zum Arbeitsplatzverlust und somit zu massiven Umtriebskosten führen. Besonders wenn das Drohungs/Verleumdungsstraftatenopfer kein Arbeitslosengeld erhält obwohl es 25 Jahre lang lückenlos Beiträge einzahlte. Hier muss den Opfer der grösstmögliche Schutz zukommen und die Drohungs/Verleumdungsstraftäter gehören rigeros strafrechtlich verfolgt und bestraft.
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