Rückschlag für den Freisinn

publiziert: Samstag, 6. Nov 2004 / 10:00 Uhr

Bern - Die Schweizer Medien sind sich einig: Der Rücktritt von FDP-Präsident Rolf Schweiger wirft seine angeschlagene Partei erneut zurück. Für seine Arbeit erhält der Zuger Ständerat meist gute Noten. Kritik heimsen die Rechtsfreisinnigen ein.

Rolf Schweiger bekennt sich zum Burn-Out-Syndrom.
Rolf Schweiger bekennt sich zum Burn-Out-Syndrom.
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Schweigers Rücktritt sei für die FDP grosses Pech, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Schweiger habe es recht gut verstanden, die oft ziemlich eigensinnig politisierenden Fraktionsmitglieder auf eine einheitliche Linie zu bringen. Auch sei es ihm gelungen, die Wirtschaft wieder enger an den Freisinn zu binden.

Auch politische Gegner hätten Schweiger respektiert, ergänzt die Thurgauer Zeitung. Weniger gute Noten erhält der abtretende FDP-Chef vom Bund: Rhetorisch schwach, im Auftritt zu nett und inhaltlich häufig unklar, habe sich der FDP-Präsident dem Publikum im radikalisierten Polit-Hickhack kaum eingeprägt.

Mehr SVP in der FDP erhofft?

Schweiger habe vor den rechten Heckenschützen in der eigenen Partei kapituliert, kommentiert der Blick. Je eigenständiger er seine Partei profilierte, desto mehr setzten ihn all die Scheinfreisinnigen unter Druck, die ihn nur deswegen gewählt hatten, weil sie von ihm mehr SVP in der FDP erhofft hatten.

Wer Schweigers Nachfolge antrete, müsse die Bestrebungen um ein klares und eigenständig bürgerlich-liberales Profil noch verstärken, schreibt die Aargauer Zeitung. Skeptischer urteilt die Berner Zeitung: Die Neupositionierung sei noch nicht so richtig gelungen: Die FDP muss nun zurück an den Start.

Lob für Offenheit

Mehrere Kommentatoren loben Schweigers Mut, sich zum Burn-Out- Syndrom zu bekennen. Die Transparenz ehre ihn, findet 24 heures. In vielen Chefetagen sei Burnout noch immer ein Tabuthema, meint das Bündner Tagblatt. Schweiger habe vielleicht ein Thema lanciert, dass die Gesellschaft immer mehr beschäftigen werde.

Allerdings leide nicht nur Schweiger, sondern der ganze Freisinn unter Burnout, stellt der Tages-Anzeiger fest. Der Zuger Politiker sei deshalb die perfekte Verkörperung der FDP-Realität.

(rr/sda)

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