Rund 8500 Fluggäste sitzen nach Aero-Lloyd-Pleite fest

publiziert: Donnerstag, 16. Okt 2003 / 09:39 Uhr

Frankfurt - Die deutsche Ferienfluglinie Aero Lloyd ist pleite. Seit 6.00 Uhr ist der Flugbetrieb der Airline komplett eingestellt: Rund 8500 Fluggäste sitzen fest.

Air Lloyd hebt seit heute Morgen nicht mehr ab.
Air Lloyd hebt seit heute Morgen nicht mehr ab.
Knapp über 4000 Passagiere warteten auf deutschen Flughäfen auf ihre Reise in die Ferien, sagte Aero-Lloyd-Sprecher Asger Schubert. Im Ausland seien rund 4500 Kunden betroffen.

Rund 80 Prozent der Aero Lloyd-Reisenden hätten ihren Flug über Reiseveranstalter gebucht, die nun die Gäste auf andere Flüge umbuchen müssten, sagte Schubert weiter. Die etwa 1000 Gäste, die direkt bei Aero Lloyd gebucht hätten, müssten selbst einen Flug organisieren und diesen auch bezahlen.

Aero Lloyd hätte Insolvenz anmelden müssen, da die Bayerische Landesbank als Mehrheitsgesellschafter und grösster Kreditgeber notwendige Kapitalmassnahmen zur Sanierung des Unternehmens nicht mittrage.

Vor der Insolvenz flog Aero Lloyd nach eigenen Angaben mit 21 Maschinen 60 Ziele in 13 Ländern an. Das Unternehmen beschäftigt rund 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

(bsk/sda)

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