Letzter Schliff

Russische U-Boote bald im Genfersee

publiziert: Dienstag, 31. Mai 2011 / 16:47 Uhr
Briefmarke des MIR-U-Boots: Die U-Boote sind grosser Stolz der russischen Forschung.
Briefmarke des MIR-U-Boots: Die U-Boote sind grosser Stolz der russischen Forschung.

La Bouveret VS - Die zwei russischen U-Boote, die am 14. Juni im Rahmen eines Forschungsprojektes zum ersten Mal in den Genfersee abtauchen, werden zurzeit in La Bouveret VS mit den nötigen technischen Geräten ausgerüstet. In zwei Camions verladen waren sie vom Kaliningrad in die Schweiz gebracht worden.

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Die U-Boote wurden von Russland via Litauen, Polen und Deutschland bis nach La Bouveret am Genfersee gebracht. Die Reise dauerte etwas länger als geplant. Der Konvoi sei übers Wochenende an der Grenze bei Rheinfelden AG festgesteckt, wie Michael Krasnoperov vom Honorarkonsulat der Russischen Föderation am Dienstag in La Bouveret erklärte.

Zurzeit werden die beiden je rund 18 Tonnen schweren MIR-U-Boote auf ihren Einsatz im Genfersee vorbereitet. Sie erhalten etwa aussen festgemachte Greifarme, bewegliche Lampen und Kameras und erinnern damit leicht an zwei riesige Käfer.

Insgesamt haben drei Personen im Innenraum der U-Boote Platz. In der Regel wird ein Pilot mit zwei Forschern in die Tiefen des Genfersees tauchen - bis auf gut 300 Meter hinunter. Gesteuert werden die U-Boote von Spezialisten der Russischen Akademie der Wissenschaften, die schon Tiefsee-Expeditionen in der Arktis und im Baikalsee durchgeführt haben. Anatoly Sagalevitch, der die MIR-U-Boote konzipiert hatte, beaufsichtigt das Unterfangen.

Mikroverschmutzungen und Mikroorganismen

Das Projekt namens «Elemo» mit mehreren Forscherteams soll das Ökosystem des Genfersees besser erforschen. Beteiligt sind neben der ETH Lausanne (EPFL), die das Programm leitet, auch die Universitäten Genf und Neuenburg, das Wasserforschungsinstitut EAWAG sowie Institute aus Frankreich, Grossbritannien, Russland und den USA.

Der Forschungsschwerpunkt liegt in den Bereichen Geologie, Mikrobiologie, Biochemie und Physik. So soll etwa untersucht werden, wo sich Mikroverschmutzungen, die zu klein sind, um von den Kläranlagen abgefangen zu werden, innerhalb des Sees ablagern.

Auch beschäftigen sich die Forscher mit Mikroorganismen und Bakterien. Sie wollen untersuchen, wo und wie diese im See verteilt sind. «Unklar ist beispielsweise, warum es im See Bakterienmatten gibt», erklärt EPFL-Professor Ulrich Lemmin.

Insgesamt existieren weltweit vier MIR-U-Boote. Neben den beiden in Kaliningrad befinden sich eines in Frankreich und eines in Japan. Der russische Name «Mir» der U-Boote bedeute übersetzt «Friede».

(dyn/sda)

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