Kreml nimmt Bier ins Visier

Russland sagt der Trunksucht den Kampf an

publiziert: Donnerstag, 21. Jul 2011 / 15:09 Uhr
Schwerwiegendes Alkoholproblem. (Symbolbild)
Schwerwiegendes Alkoholproblem. (Symbolbild)

Moskau - Mit radikalen Einschränkungen will der Kreml die Trunksucht in Russland weiter bekämpfen. Ab 2012 soll in allen öffentlichen Anlagen ein absolutes Alkoholverbot gelten.

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Ab 2013 dürfen Geschäfte neben Wodka und Wein nachts auch kein Bier mehr verkaufen. Kremlchef Dmitri Medwedew habe ein entsprechendes Gesetz unterschrieben, berichteten Medien in Moskau am Donnerstag. Der Staatschef hatte der Trunksucht, an der jedes Jahr in Russland Hunderttausende sterben, den Kampf angesagt.

Allerdings waren ähnliche Versuche zu Sowjetzeiten - etwa von Präsident Michail Gorbatschow - gescheitert. Das Gesundheitsministerium im Moskau begrüsste das neue Gesetz.

Bier sei für Jugendliche die «Einstiegsdroge» für härteren Alkohol, sagte ein Sprecher. Dagegen kritisieren Russlands Brauer die Einschränkungen als zu hart. Das Verbot betrifft Bier mit mindestens fünf Prozent Alkohol - das laut Medien 80 Prozent der Bierproduktion im Riesenreich ausmacht.

Bier in Russland immer beliebter

Die klassische Wodka-Heimat Russland erlebt seit Jahren einen Bier-Boom mit zweistelligen Zuwachsraten. Ärzte warnten vor überzogenen Erwartungen an das neue Gesetz. Sie fürchten, dass Alkoholiker sich bei Verkaufsverboten wieder vermehrt mit Frostschutzmitteln oder anderen Ersatzstoffen berauschen.

Medwedew hatte bereits eine Null-Promille-Grenze für Autofahrer eingeführt. Allerdings gelten Massnahmen gegen die Trunksucht in Russland wegen der starken Alkohollobby als schwer durchsetzbar.

Die Staatsduma hob vor kurzem ein 2006 beschlossenes Alkoholverbot im Parlamentsgebäude wieder auf. Nach fünf Jahren Abstinenz dürfen Abgeordnete dort wieder zum Glas greifen.

(bert/sda)

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