Russland und Georgien streiten weiter

publiziert: Samstag, 8. Aug 2009 / 13:24 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 9. Aug 2009 / 09:35 Uhr

Moskau - Russland und Georgien haben am ersten Jahrestag des Südkaukasuskriegs erneut um die von Tiflis abtrünnige Region Südossetien gestritten. Der russische Präsident Dmitri Medwedew schloss eine Wiedervereinigung Georgiens mit Südossetien aus.

Russlands Präsident Dimitri Medwedew warnt vor der Wiederaufrüstung Georgiens.
Russlands Präsident Dimitri Medwedew warnt vor der Wiederaufrüstung Georgiens.
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Russland habe die Region als unabhängiges Land anerkannt und werde sie wirtschaftlich und militärisch unterstützen, sagte Medwedew nach Angaben der Agentur Interfax. «Solche Entscheidungen werden ein für alle Mal getroffen», betonte der Kremlchef.

Dagegen erklärte Georgiens Präsident Michail Saakaschwili, er halte am Ziel der territorialen Unversehrtheit seines Landes fest.

Medwedew warnte zudem den Westen erneut vor Waffenlieferungen an Georgien. Der Kremlchef wandte sich mit einem Schreiben an Frankreichs Präsidenten.

Gegenseitige Schuldzuweisungen von Moskau und Tiflis

Alle Länder sollten sich verantwortlich verhalten und das in die NATO strebende Land nicht mit einer Wiederaufrüstung zu neuen Militärabenteuern ermuntern, heisst es in dem von der Agentur Interfax veröffentlichten Schreiben Medwedews an Nicolas Sarkozy.

Im früheren Kriegsgebiet Südossetien und in Moskau gedachten in der Nacht auf heute tausende Menschen des Blutvergiessens vor einem Jahr. Der Krieg brach in der Nacht zum 8. August aus. Mehr als 600 Menschen starben, tausende wurden verletzt, zehntausende verloren ihr Zuhause.

Moskau und Tiflis geben sich bis heute gegenseitig die Schuld an dem Krieg, in dessen Folge auch die diplomatischen Beziehungen beendet wurden.

(tri/sda)

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