SBB erhöht Frauenanteil
publiziert: Sonntag, 23. Aug 2009 / 14:12 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 23. Aug 2009 / 16:51 Uhr

Bern - Die SBB will ihren Frauenanteil innert fünf Jahren von 14 auf 18 Prozent erhöhen. Im oberen Kader soll die Quote im gleichen Zeitraum von 8 auf 15 Prozent steigen. Das sieht eine Gender-Management-Strategie vor, die im Mai von der SBB-Geschäftsleitung verabschiedet worden ist.

In gewissen Bereichen herrsche gemäss SBB bereits jetzt ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. (Symbolbild)
In gewissen Bereichen herrsche gemäss SBB bereits jetzt ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. (Symbolbild)
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Entstanden sei die Idee, weil die SBB ein sehr technisches Unternehmen sei und Frauen vermehrt für technische Berufe begeistern wolle, sagte SBB-Mediensprecher Christian Ginsig zu einem Bericht der «NZZ am Sonntag».

In gewissen Bereichen, beispielsweise im Kundenservice, herrsche bereits jetzt ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. In anderen Abteilungen dagegen seien Frauen klar in der Minderheit, bei den Lokführern beispielsweise sind weniger als 20 Prozent weiblich.

Über das gesamte Unternehmen gesehen sind von 27'800 Mitarbeitenden 3900 Personen Frauen. Ein Unternehmen profitiere von einem ausgewogeneren Anteil an Frauen, denn gemischte Teams würden besser zusammenarbeiten, führte Ginsig aus. «Zudem wird durch gemischte Teams der Arbeitgeber attraktiver.»

Die Frauenquote ist bei der SBB in den letzten Jahren zwar bereits um 3 Prozent gestiegen. Um sie noch weiter zu erhöhen, setze man Schritt für Schritt verschiedene Massnahmen um. «80 Prozent der Kaderstellen sollen mit Hinweis auf die Möglichkeit zu Teilzeit ausgeschrieben werden», sagte Christiane Brunner, SBB-Verwaltungsrätin, in einem Interview mit der «SBB-Zeitung».

(bert/sda)

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