SBB müssen Marktanteil im Güterverkehr erhöhen

publiziert: Mittwoch, 15. Jan 2003 / 12:50 Uhr

Bern - Der Bundesrat fordert von den SBB, dass sie ihren Marktanteil am alpenquerenden Güterverkehr um jährlich 1 Prozent erhöhen und ihre Mitarbeiter besser motivieren. Er hat die strategischen Ziele für die Jahre 2003-2006 formuliert.

Güterverkehr
Güterverkehr
Der Bund ist Alleinaktionär der SBB AG. Der Bundesrat hat seit 1999 die Eigeninteressen wahrzunehmen. Er gibt zum zweiten Mal die Ziele für vier Jahre vor.

Die Stossrichtung beim Personenverkehr ist geprägt durch die Inbetriebnahme der 1. Etappe der Bahn 2000. Erwartet werden beim Fernverkehr ein überproportionales Wachstum, beim internationalen Verkehr gute Verbindungen zu den europäischen Wirtschaftszentren und beim Regionalverkehr eine marktführende Rolle.

Neu sollen die SBB auch verstärkt am Wachstumsmarkt Freizeitverkehr partizipieren. Im Personenverkehrsbereich sollen sie die Produktivität im Durchschnitt um jährlich mindestens 3 Prozent erhöhen.

Auftrag beim Gütersektor sind die Steigerung der transportierten Mengen, der Wirtschaftlichkeit und der Pünktlichkeit beim grenzüberschreitenden Verkehr. Im Inland muss der Wagenladungsverkehr flächendeckend angeboten werden. Die Produktivität soll um mindestens 5 Prozent wachsen.

Finanziell wird von der SBB AG ein angemessener Jahresgewinn erwartet. Darunter versteht der Bundesrat im Minimum die Möglichkeit zur Finanzierung des Rollmaterials aus eigenen Mitteln und die Sicherstellung der ordentlichen Investitionen. Beim Güterverkehr erwartet er ab 2005 ein ausgeglichenes Ergebnis.

Grossen Wert legt der Bundesrat auf die personellen Ziele. Die SBB AG soll weiterhin eine fortschrittliche und sozialverantwortliche Personalpolitik verfolgen. Da rund die Hälfte der Bähnler mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden sind, verlangt der Bundesrat einen grossen Effort.

(bert/sda)

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