SP und Grüne erobern drei von vier Ständeratssitzen

publiziert: Sonntag, 11. Nov 2007 / 18:05 Uhr / aktualisiert: Montag, 12. Nov 2007 / 09:20 Uhr

Lausanne - Dieses Wochenende ging an die Linke: Bei den zweiten Durchgängen der Ständeratswahlen in den Kantonen Waadt und Neuenburg gewannen SP und Grüne drei von vier möglichen Sitzen. Für die Grünen ist es der zweite Ständeratssitz ihrer Geschichte.

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Im Waadtland endete der zweite Wahlgang für die Bürgerlichen mit einer verheerenden Niederlage: Luc Recordon folgt dem Genfer Robert Cramer als zweiter Grüner in den Ständerat. SP-Kandidatin Géraldine Savary erzielte ihrerseits das Spitzenergebnis des zweiten Durchgangs.

Sie kam bei einer Wahlbeteiligung von 40,17 Prozent auf 88'056 Stimmen, und erreichte mit 57 Prozent gar das absolute Mehr. Diese Marke übertraf auch Recordon, der auf 55,9 Prozent oder 86'350 Stimmen kam.

Favre und Pamelin chancenlos

Chancenlos blieben Charles Favre (FDP) mit 62'116 und Guy Parmelin (SVP) mit 62'092 Stimmen. Ihnen wurde zum Verhängnis, dass die CVP-Wähler im zweiten Durchgang offensichtlich den linken Kandidaten den Vorzug gaben. Savary und Recordon interpretierten dies als Zeichen dafür, dass die Wählerschaft nach dem Erfolg der Rechten am 21. Oktober einen Ausgleich habe schaffen wollen.

Im Kanton Neuenburg machte FDP-Kandidat Didier Burkhalter der SP-Doppelvertretung im Ständerat ein Ende. Mit 28'710 Stimmen erreichte er das Spitzenergebnis. Hinter ihm folgt die Bisherige Gisèle Ory (SP); sie erzielte 27'617 Stimmen.

Pierre Bonhôte abgeschlagen

Aus Bundesbern zurückziehen muss sich Orys Parteikollege Pierre Bonhôte, der mit 24'050 Stimmen klar geschlagen auf dem dritten Platz landete. Die Stimmbeteiligung lag bei 41,2 Prozent.

Damit endet die «SP-Doppelherrschaft» bereits nach vier Jahren wieder. Die FDP hatte ihren traditionellen Neuenburger Ständeratssitz bei den Wahlen 2003 an die SP verloren. Zudem hatten damals die Liberalen ihren Nationalratssitz an die SP verloren.

In drei Kantonen stehen noch zweite Wahlgänge für den Ständerat an: am 18. November im Tessin und am 25. November in Zürich und St. Gallen.

(fest/sda)

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