SVP kämpft gegen Drogen-Vorlagen
publiziert: Freitag, 10. Okt 2008 / 16:34 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Okt 2008 / 18:24 Uhr

Bern - Ein von der SVP angeführtes Komitee empfiehlt ein Nein zur Hanf-Initiative und zur Abgabe von Heroin an Schwerstsüchtige, über die am 30. November abgestimmt wird. Beide Vorlagen verharmlosten die Drogen.

Andrea Geissbühler lehnt die Heroinabgabe ab.
Andrea Geissbühler lehnt die Heroinabgabe ab.
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«Hände weg von Drogen» lautet der Slogan des Komitees «Drogen: 2x Nein», das sich den Medien in Bern präsentierte. Die Hanf-Initiative und das revidierte Betäubungsmittelgesetz seien ein Zeichen für eine verfehlte Politik, die der Drogen-Mafia erlaube, ungestört ihren Geschäften nachzugehen.

Die Drogenpolitik der letzten 20 Jahre sei gescheitert, hiess es an der Medienkonferenz. Tausende seien Gefangene ihrer Sucht, blieben jahrelang in Drogenabgabeprogrammen und lebten auf Kosten der Allgemeinheit. Das koste die Schweiz 4,1 Milliarden Franken jährlich.

«Drogen-Mekka Europas»

Die per Initiative vorgeschlagene Freiheit des Kiffens wäre verheerend, sagte die Berner SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler. Wer Haschisch konsumiere, sei unkonzentriert und habe habe Gedächtnisprobleme. Bei dieser Stimmungslage endeten viele Jugendliche bei den harten Drogen.

Mit der Zulassung von Haschisch und Marihuana würde die Schweiz zum «Drogen-Mekka» Europas. Die Folgen wären mehr Kriminalität und mehr Gewalt.

Vier-Säulen-Prinzip

Im Betäubungsmittelgesetz soll das Vier-Säulen-Prinzip in der Drogenpolitik verankert werden, die auf Prävention, Therapie, Repression und Überlebenshilfe - sprich Heroinabgabe an Schwerstsüchtige - beruht.

Der Bundesrat lehnt dagegen die Hanf-Initiative ab. Dieses Volksbegehren verlangt, dass der Konsum von psychoaktiven Substanzen der Hanfpflanze straffrei wird. Für den Eigenbedarf sollen Besitz, Erwerb und Anbau erlaubt sein. Der Bund müsste dabei dem Jugendschutz in angemessener Art Rechnung tragen und Regeln für Anbau und Handel der Substanzen erlassen.

(ht/sda)

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Die Initiative will den Anbau unter streng kontrollierten Voraussetzungen zulassen.
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Heroinabgabe ja oder nein
Dieser Schritt wäre wieder Richtung Mittelalter. Wenn man den Film Kinder von Bahnhofzoo verinnerlicht hat, fängt man nicht mit harten Drogen an. Wenn man das wie eine Kopfwehtablette bekommt (oder eigentlich noch billiger) ist man ja jeden Tag stone. Einige Leuten, die Methadon bekommen, schieben auch mal Heroin nach. Für mich ist Heroin die Looser-Droge Nr. 1.
Prävention
Gesetze machen nur Sinn, wenn sie umgesetzt werden können. Ohne konsequente Umsetzung verliert die Justiz ihre Glaubwürdigkeit. Der Hanfkonsum ist in der Schweiz de facto legal. Ob Bundes-, Parade- oder jegwelcher Banhofsplatz in der Schweiz, gekifft wird überall und das in der absoluten Mehrheit der Fälle ohne Konsequenzen. Die Bevölkerung hat sich mit dem (tragischen) Bild von kiffenden Jugendlichen längst abgefunden und ohne deren Mitwirken und Information ist die Polizei in der Kriminalitätsbekäpfung machtlos. Diese Akzeptanz, die sowohl auf Resignation aber auch auf Sympathie in der Bevölkerung (ca. 300'000 Kiffer in CH) zurückzuführen ist, führt zudem dazu, dass Strafen zu keinerlei Überdenkens des eigenen Verhaltens führt. Die Strafe wird damit zum nutzlosen Instrument, da sie ihr Ziel, die Vermeidung zukünftiger Straftaten, völlig verfehlt.
Mit einer Entkriminalisierung würden wir die Ressourcen der Polizei schonen und die Glaubwürdigkeit der Justiz stärken.
Dass dieser Schritt den Politikern schwer fällt verstehe ich aber durchaus. Zu viele meiner Gymi Kollegen können wegen übermässigem Konsum keine vernünftige Diskussion ohne Dauergrinsen führen. Der Mythos des Hanf als Droge ohne Langzeitfolgen ist leider total falsch. Genauso falsch ist aber die Vorstellung von gewissen Politikern durch repressive Massnahmen im Kampf gegen den Hanfkonsum etwas ausrichten zu können. Die obengenannten Gründe verhindern dies.
Um etwas zu ändern, müssen an Schulen Filme und Vorträge gehalten werden die diese Langzeitschäden und Wesensveränderungen verdeutlichen. Informationsblätter (wenns zur Bekämpfung der Ambrosia möglich ist..) in die Haushalte versendet werden, damit auch eine Diskussion in den Familien stattfindet. Gerade bei Eltern aber auch Lehrern ist das Wissen über Hanf sehr gering oder noch vom eigenen Konsum in den 60ern oder 70ern geprägt. Dass sich die Droge und der THC-Gehalt der Pflanze seit der Hippiezeit mehr als verzwanzigfacht hat und sich damit auch die Wirkung und Abängigkeit verändert hat, ist den ehemaligen Kiffern unter Eltern und Lehrern nicht bewusst.
blub blub nr. zwei
dann hol doch deinen shit von anfang an im hanfshop um die ecke oder pflanz es dir selber an (musst aber auf den polizisten aufpassen).
aber drogen zu legalisieren um de bevölkerung davor zu schützen? alk ist auch legal und leute saufen sich gegenseitig ins delirium. mit drogen wird es nicht anders sein. es nervt nur aufs massievste, dass das thema anscheinend nie vom tisch ist. aber wenn man sich so lange zudröhnt wie du, glaub ich schon, dass man logische schlussfolgerungen nur noch in ausnahmefällen ziehen kann.
warum könnt ihr kiffer nicht einfach ohne euren shit zufrieden sein? thomy hat recht! was hat euch die welt nicht gegeben damit ihr euch eine alternate reality sucht? fragt euch doch mal selber, was euch fehlt. vielleicht kommt ihr ja drauf...

liebe grüsse von eurem hobbypsychologen:-)
Leute, die keine oder sehr wenig Drogen konsumieren, sind ...
... mit Sicherheit weniger gewaltbereit! Warum: Ich denke, weil sie, diese drogenfreien Leute sich nicht dazu veranlasst fühlen eine Droge zu konsumieren, um sich "froher" stimmen zu können. Ohne Drogen geht dies auch - auch wenn man in einer schlechten Situation sich befindet!
UND, wenn man weiss, dass jeder Drogenkonsum nur ein SCHEINGEFÜHL produziert, so ist es eigentlich naheliegend, dass es nicht sehr gescheit ist, diese Droge/n zu konsumieren!
JAAA!!
ich bin der meinung das man es legaliseren sollte. viel zu viel bekommt man auf der strasse einfach irgendeinen scheiss, zum teil gestreckt mit blei, koks oder sonst drogen(damit die leute schneller abhängig werden), und sowas finde ich zum kotzen. wenn ihr eure kinder wirklich vor drogen schützen wollt stimmt mit JA. so wisst ihr es ist kontrolliertes schweizer zeugs. alkohol ist die viel schlimmere droge! leute die nur kiffen und keine anderen drogen nehmen sind einfach friedlich und viel weniger gewaltbereit als z.B alkis
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