Säbelrasseln zwischen Süd- und Nordkorea
publiziert: Donnerstag, 20. Mai 2010 / 08:14 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Mai 2010 / 08:43 Uhr

Seoul - Die Spannungen zwischen Süd- und Nordkorea spitzen sich wegen des Untergangs eines südkoreanischen Kriegsschiffs weiter zu. Ein internationales Ermittlerteam erklärte, dass Nordkorea das Schiff mit einem Torpedo beschossen und versenkt habe.

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Der Zwischenfall ereignete sich vor fast acht Wochen nahe der innerkoreanischen Seegrenze. Beim Untergang der Korvette kamen 46 Menschen ums Leben.

Nordkorea droht mit «harten Massnahmen, bis zum totalen Krieg»

Südkoreas Präsident Lee Myung Bak warf Nordkorea «militärische Provokation» vor und kündigte resolute Schritte gegen das kommunistische Nachbarland an. Nordkorea seinerseits drohte für den Fall von Sanktionen oder Vergeltungsaktionen mit «harten Massnahmen, bis zum totalen Krieg».

US-Präsident Barack Obama machte ebenfalls Nordkorea für den Untergang der «Cheonan» im Gelben Meer verantwortlich und warf dem Land «inakzeptables Verhalten» vor. Ein Sprecher des Weissen Hauses teilte mit, Obama habe den «Akt der Aggression», der zum Untergang geführt habe, «scharf verurteilt».

Beweise: Nordkoreanisches U-Boot hatte Torpedo abgefeuert

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon äusserte sich höchst beunruhigt über die Untersuchungsergebnisse. Seoul hatte angedeutet, den Fall um die «Cheonan» vor den Sicherheitsrat bringen zu wollen. Für eine Verurteilung oder weitere Sanktionen gegen Pjöngjang durch den Rat wäre es laut Beobachtern wichtig, China von der Schuld Nordkoreas an dem Untergang zu überzeugen.

Es gebe «überwältigende Beweise für den Schluss», dass ein U-Boot aus Nordkorea den Torpedo abgefeuert habe, teilte das zivil-militärische Ermittlerteam in Seoul mit. «Es gibt keine andere glaubwürdige Erklärung.»

An den Ermittlungen waren neben Südkoreanern auch Experten aus den USA, Australien, Grossbritannien und Schweden beteiligt.

Nordkorea bestreitet Vorwürfe

Durch internationale Zusammenarbeit wolle Südkorea das Regime in Pjöngjang dazu bringen, «seine Missetaten einzugestehen» und in verantwortlicher Weise in die internationale Gemeinschaft zurückzukehren, sagte Staatspräsident Lee in einem Telefonat mit dem australischen Regierungschef Kevin Rudd.

Nordkorea bestritt erneut, das Schiff versenkt zu haben. Ein Sprecher der Nationalen Verteidigungskommission - das mächtigste Gremium des Landes - unterstellte Seoul, die Untersuchungsbefunde fingiert zu haben.

(fest/sda)

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