Sanktionen gegen Nordkorea

publiziert: Samstag, 14. Okt 2006 / 20:04 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 15. Okt 2006 / 07:51 Uhr

Moskau - Der UNO-Sicherheitsrat hat Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Die 15 Mitglieder des Rats stimmten einstimmig für eine Resolution mit einer Serie von Strafmassnahmen.

Der Text sei laut John Bolton nicht völlig zufriedenstellend für die USA.
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Gegen Nordkorea wird unter anderem ein weit reichendes Waffenembargo, das Verbot der Lieferung von Atomtechnologie und einen Lieferstopp für Luxusgüter verhängt. Darüber hinaus sind Reiseverbote und strenge Kontrollen des Warenverkehrs vorgesehen.

In der Resolution 1718 wird der nordkoreanische Atomtest scharf verurteilt. Auf Druck Russlands und Chinas wurde der Einsatz militärischer Gewalt jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Der chinesische Botschafter Wang Guangya warnte allerdings vor «provokativen Schritten».

Die USA, die den Resolutionsentwurf eingebracht hatten, zeigten sich zufrieden. Dies sei eine «klare Botschaft» an den nordkoreanischen Präsidenten Kim Jong Il, sagte Präsident George W. Bush.

Unparteilichkeit eingebüsst

Nordkorea wies die UNO-Resolution umgehend zurück. Der UNO- Sicherheitsrat setze «Gangster-Methoden» ein, sagte der nordkoreanische Botschafter bei der UNO, Pak Gil Yon. Die UNO verwende «zweierlei Mass», fügte Pak hinzu. Der Sicherheitsrat habe seine Unparteilichkeit «vollständig eingebüsst».

Nordkorea bekräftigte seine Darstellung, die feindliche Politik habe das Land zu dem Atomwaffentest veranlasst. Sollten die USA den Druck weiter erhöhen, werde sein Land diese Gegenmassnahmen als Kriegserklärung betrachten, sagte Pak weiter.

Nordkorea hatte am vergangenen einen ersten Atomwaffentest gemeldet. Danach gab es allerdings Zweifel ob es sich tatsächlich um einen atomaren Sprengsatz gehandelt hat, auch weil keine erhöhte Radioaktivität festgestellt wurde. Inzwischen wurden US-Messungen bekannt, die auf einen Atomwaffentest deuten könnten.

(bert/sda)

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