Satelliteneinsatz bei Suche nach vermissten Schweizer in der Sahara
publiziert: Montag, 24. Mrz 2003 / 12:50 Uhr

Algier/Bern - Mit Helikoptern und Geländefahrzeugen wird in der algerischen Sahara nach vier Schweizern gesucht, die seit drei Wochen vermisst werden. Drei Mitarbeiter der Schweizer Botschaft in Algier sind in die Wüste gereist, um die Suchaktion zu beobachten.

Die Sahara.
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Dem eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sei es ein Anliegen, den Fall aufzuklären, sagte Sprecherin Daniela Stoffel auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Aus diesem Grund seien drei Mitarbeiter der Schweizer Botschaft in Algier am Donnerstag vergangene Woche in die Wüste gereist, um sich vor Ort ein Bild der Suche zu machen. Gegenwärtig wird laut Stoffel mit Helikoptern und Geländewagen nach den vier Schweizern gesucht, die in Ausserrhodern, Aargau und Zürich Wohnsitz haben.

Satelliten Einsatz

Die algerische Polizei erwäge in einem weiteren Schritt mit Hilfe von Satelliten nach dem Fahrzeug der Vermissten zu suchen, von dem ebenfalls nach wie vor jede Spur fehlt. Die Schwere des Vermisstenfalls ist laut EDA-Sprecherin Stoffel aussergewöhnlich.

Auf den Strassen, die von Süden nach Norden durch die algerische Sahara führen, komme es regelmässig zu Überfällen. Räuber würden ausländischen Touristen geländegängige Fahrzeuge, Telefongeräte und die Fotoausrüstung abnehmen. In der Regel kämen die Touristen aber unmittelbar oder nach kurzer Zeit der Gefangenschaft wieder frei.

Ungewöhnliche Situation

Dass vier Personen wochenlang in Algerien vermisst würden, sei für das EDA ungewöhnlich. Zusammen mit einem 42-jährigen Tourleiter aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden sind ein 31-jähriger Aargauer und zwei 20-jährige Zürcherinnen am 8. Februar mit der Fähre von Genua nach Tunis gefahren und zur Sahara Tour 2003 gestartet.

Am 20. Februar hatten sie das letzte Mal telefonischen Kontakt mit Angehörigen in der Schweiz. Damals befanden sie sich in der Stadt Illizi. Von dort wollten sich nach Fadnoun fahren. Die Schweizer hatten für den 7. März Plätze auf der Fähre von Tunis nach Genua reserviert. Die Gruppe traf aber nicht im Hafen ein.

Das EDA, das seit dem 12. März über das Verschwinden der vier Schweizer in der Sahara informiert ist, hat in Zusammenarbeit mit Interpol Bern internationale Nachforschungen eingeleitet. In der Schweiz kümmert sich die Ausserrhoder Kantonspolizei um den Fall.

(bsk/sda)

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