Scharons Sohn angeklagt
publiziert: Sonntag, 28. Aug 2005 / 12:32 Uhr

Tel Aviv - Der Sohn des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon, Omri Scharon, ist wegen illegaler Wahlkampffinanzierung und anderer Vergehen angeklagt worden.

Sharons Sohn soll Scheinfirmen betrieben haben.
Sharons Sohn soll Scheinfirmen betrieben haben.
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Die Anklage der Bezirksstaatsanwaltschaft in Tel Aviv kam, nachdem Omri Scharon auf die Immunität verzichtet hatte, die ihm als Abgeordneter der Knesset zusteht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm illegale Wahlkampffinanzierung, Dokumentenfälschung und Meineid vor.

Er soll Scheinfirmen betrieben haben, über die im Jahr 1999 der Wahlkampf seines Vaters bei einer partei-internen Vorwahl in der heute regierenden Likud-Partei finanziert wurde. Ariel Scharon hat stets gesagt, er habe keinerlei Kenntnisse über die Finanzierung der Kampagne.

Sein Sohn hatte in dem Brief, in dem er seinen Verzicht auf die parlamentarische Immunität erklärte, eingeräumt, gegen das Parteienfinanzierungsgesetz verstossen zu haben. Dieses sei aber sehr strikt, und er sei «die einzige Person», die wegen seiner Verletzung zur Verantwortung gezogen werde, schrieb Omri Scharon.

(sda)

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