Schenkkreis-Mord: Weiterer Tatverdächtiger gesteht

publiziert: Montag, 30. Nov 2009 / 15:39 Uhr

Grenchen SO - Ein halbes Jahr nach dem Dreifachmord von Grenchen SO liegt ein weiteres Geständnis vor. Ein 36-jähriger Deutscher hat zugegeben, im Mai an einem versuchten Raubüberfall auf die dreiköpfige Familie beteiligt gewesen zu sein. Im Juni wurde die Familie ermordet.

Das Tatmotiv des Dreifachmordes ist jedoch nach wie vor nicht restlos geklärt.
Das Tatmotiv des Dreifachmordes ist jedoch nach wie vor nicht restlos geklärt.
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Der Überfall scheiterte, weil die Liegenschaft nicht zugänglich war, wie die Solothurner Staatsanwaltschaft mitteilte.

Der Deutsche mit Wohnsitz im Kanton Luzern war im September erneut verhaftet worden. Nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft Anfang Juli waren gemäss Ermittlungsbehörden jedoch neue Verdachtsmomente aufgetaucht

Zwei Schweizer haben bereits gestanden

Im so genannten Schenkkreis-Mord war am 5. Juni eine dreiköpfige Familie in ihrem Wohnhaus in Grenchen getötet worden. Opfer wurden ein 60-jähriger Mann, dessen 55-jährige Ehefrau sowie die 35-jährige Tochter des Paares. Zwei Opfer wurden erstickt, das dritte erschossen.

Zwei Schweizer im Alter von 24 und 32 Jahren hatten bereits Anfang August ein Geständnis abgelegt. Sie gestanden mittlerweile auch, am gescheiterten Raubüberfall im Mai beteiligt gewesen zu sein.

Einer schoss, der andere erstickte

Im September hatte eine Tatrekonstruktion im Wohnhaus die Schilderungen der beiden Männer weitgehend bestätigt. Der eine Beschuldigte erschoss den Mann und der andere Beschuldigte erstickte die Tochter.

Die Strafverfolgungsbehörden gehen davon aus, dass beim Dreifachmord finanzielle Gründe mit im Spiel waren. Das Tatmotiv sei jedoch nach wie vor nicht restlos geklärt. Die Ermittlungen dauerten an.

(tri/sda)

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