Notruf bei schlechtem Wetter

Schiff mit hunderten Flüchtlingen vor Korfu doch nicht in Seenot

publiziert: Dienstag, 30. Dez 2014 / 16:05 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 30. Dez 2014 / 19:03 Uhr
Internationale Schlepperbanden versuchen immer wieder, Migranten durch das Mittelmeer nach Europa zu bringen. (Archivbild)
Internationale Schlepperbanden versuchen immer wieder, Migranten durch das Mittelmeer nach Europa zu bringen. (Archivbild)

Athen - Ein Notsignal von einem Frachter mit schätzungsweise mehr als 600 Flüchtlingen an Bord hat am Dienstag einen umfangreichen Einsatz der griechischen Kriegsmarine ausgelöst. Doch nun gab die Kriegsmarine Entwarnung.

6 Meldungen im Zusammenhang
Mehrere Schnellboote der Marine wurden entsandt, ein Helikopter überflog am Nachmittag den Frachter "Blue Sky M" westlich der griechischen Insel Korfu und nahm Kontakt mit dem Kapitän auf.

Dieser gab jedoch an, alles sei in Ordnung und das Schiff sei nicht in Seenot. Der Frachter bewegte sich danach aus eigener Kraft in Richtung Italien, wie der griechische Rundfunk unter Berufung auf die Kriegsmarine in Athen berichtete.

Inzwischen gehen die Behörden davon aus, dass einer der Flüchtlinge an Bord die griechische und die italienische Küstenwache alarmierte.

Das Schiff befand sich zu dieser Zeit in der Nähe des kleinen griechischen Eilands Othonoi im Nordwesten der Touristeninsel Korfu. Es blieb wenige Stunden in dieser Region im Windschatten der Insel Othonoi, bis sich dort die starken Winde legten. Dann setzte der Kapitän die Fahrt in Richtung Italien fort.

Bewaffnete möglicherweise Schlepper

Das Schiff soll laut griechischen Medienberichten seit Tagen in der Region des Ionischen Meeres im Westen Griechenland unterwegs gewesen sein. Die griechischen Medien hatten weiter berichtet, einige der Menschen an Bord seien bewaffnet.

Die Küstenwache geht davon aus, dass es sich bei den Bewaffneten um Schlepper handelt, die zur eigenen Sicherheit Waffen bei sich trugen. Es wird vermutet, dass Menschenschlepper Menschen aus Westgriechenland abgeholt haben, um sie nach Italien zu bringen.

Internationale Schlepperbanden versuchen immer wieder, Flüchtlinge durch das Mittelmeer nach Europa zu schaffen. Tausende Menschen sind dabei in den vergangenen Monaten ums Leben gekommen. Ende November waren rund 600 Personen aus dem Nahen Osten nach einer Havarie eines Frachters auf Kreta sicher gelandet.

(fest/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Rom - Die rund 360 Flüchtlinge, die von einem führerlosen Frachter vor Italiens ... mehr lesen
Die italienische Küstenwache begleitete den Frachter in den Hafen von Corigiliano Calabro.(Symbolbild)
Die «Blue Sky M» trieb führerlos in der Adria.
Gallipoli - Die italienische Marine hat ... mehr lesen
Rom - Die italienische Marine hat am ... mehr lesen
Italien hat erneut zahlreiche Flüchtlinge aufgenommen. (Archivbild)
Rom - Über die Feiertage sind wieder ... mehr lesen 1
Rom - Die italienische Küstenwache hat seit Freitag nach eigenen Angaben rund tausend Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. 800 Migranten, die sich an Bord eines Frachtschiffes 100 Seemeilen von der sizilianischen Küste entfernt befanden, wurden in Sicherheit gebracht. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Rom - Die italienische Küstenwache ... mehr lesen 1
194 Flüchtlinge wurden in Sicherheit gebracht. (Archivbild)
Wer...
die Armeen der Warlords mit Waffen beliefert wie die EU, braucht sich hinterher nicht darüber wundern, dass diejenigen, die sich nicht totschiessen lassen wollen, vor den Toren Europas auf der Matte stehen. Das ist bestenfalls scheinheilig.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
KI wird in Zukunft gross im Militär eingesetzt werden.
KI wird in Zukunft gross im Militär eingesetzt ...
Forscher aus den USA haben GPT-4 in einem Kriegsspiel zur Planung von Gefechten eingesetzt. Dabei schnitt das Modell besser ab als bisher veröffentlichte militärische Künstliche Intelligenzen. Das berichtet heise.de. mehr lesen 
Nach Berichten aus den USA plant SpaceX den Bau eines neuen Satellitennetzwerks für einen US-Geheimdienst. Dieses Netzwerk namens «Starshield» soll die gesamte Erdoberfläche überwachen. mehr lesen
Das Ziel des Starshield-Projekts ist die kontinuierliche Überwachung der Erdoberfläche, insbesondere für militärische Zwecke.
Die US-Army testet KI gesteuerte Drohnen - und wurde überrascht.
Obwohl künstliche Intelligenz komplexe Probleme lösen kann, hat sie auch ihre Grenzen. In einem virtuellen Test ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 14°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wolkig, aber kaum Regen
Basel 15°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
St. Gallen 13°C 23°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wolkig, aber kaum Regen
Bern 13°C 25°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft sonnig
Luzern 15°C 25°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wolkig, aber kaum Regen
Genf 15°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
Lugano 16°C 22°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten