Schiitenbewegung Al-Sadrs scheidet aus Regierung aus

publiziert: Samstag, 15. Sep 2007 / 21:26 Uhr

Nadschaf - Die Bewegung des radikalen Schiitenführers Muktada al-Sadr hat sich aus der im Irak regierenden Schiiten-Allianz zurückgezogen. Er fügt damit der Koalition von Regierungschef Nuri al-Maliki einen weiteren Schlag zu.

Muktada al-Sadr fühlt sich nicht länger in der Schiiten-Allianz vertreten.
Muktada al-Sadr fühlt sich nicht länger in der Schiiten-Allianz vertreten.
3 Meldungen im Zusammenhang
Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die eigenen politischen Forderungen Gehör fänden, begründete die Bewegung am Abend bei einer Medienkonferenz in Nadschaf den Entscheid.

Die Bewegung Al-Sadrs verlangte in der Vergangenheit von Al-Maliki immer wieder vergeblich, den US-Truppen im Land ein Abzugsdatum zu setzen. Die Entscheidung zum Austritt aus der Allianz kommt nicht unerwartet. Bereits im April hatte Al-Sadr seine sechs Minister aus dem Kabinett zurückgezogen.

Nun solle mit der Fadhila-Partei über eine künftige Zusammenarbeit verhandelt werden, hiess es weiter. Diese war im März aus der Regierung ausgetreten.

Die Schiitenallianz hatte ursprünglich aus vier Gruppierungen bestanden: aus der Sadr-Bewegung, dem Obersten irakischen Islamrat (SIIC), der Dawa-Partei von Maliki und der Fadhila-Partei. Zusammen hatten sie im Parlament 130 der 275 Sitze.

Nach dem Ausstieg der Fadhila im März sank die Zahl der Mandate auf 115. Ohne die 32 Mandate der Sadr-Bewegung haben die beiden verbliebenen Parteien der Schiiten-Allianz nur noch 83 der 275 Parlamentssitze.

Insgesamt wird die Regierung jetzt noch von 136 Abgeordneten getragen, darunter 53 Kurden. Zusammen mit dem Sadr-Block zählen die Regierungsgegner nun 127 Abgeordnete. 12 weitere Parlamentarier von kleineren Parteien können keiner Seite klar zugeordnet werden.

(tri/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Nadschaf - Der radikale Schiitenprediger Muktada al-Sadr hat ein Ende aller ... mehr lesen 1
Die US-Army soll bis zum Abzug am 31. Dezember 2011 von weiteren Angriffen unbehelligt bleiben.
Der Sicherheitsplan für Bagdad sollte die Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten eindämmen.
Washington - Die Regierungen der USA und des Iraks haben nur drei von 18 Zielen vollständig erreicht, die der US-Kongress zur Stabilisierung des Golfstaates gesetzt hat. Die Gewalt bewege ... mehr lesen
Bern - Eine Wallfahrt im Irak ist von ... mehr lesen
Die Stadt Kerbela gehört zu den wichtigsten heiligen Städten der Schiiten.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
«Unsere Streitkräfte haben 460 Leute evakuiert», sagte ...
Gelungene Flucht  Nahe Falludscha - Hunderten Irakern ist am Freitag die Flucht aus der belagerten Stadt Falludscha gelungen. Es war nach irakischen Angaben die grösste Gruppe, die die seit Tagen umkämpfte Stadt verlassen konnte. Dort leben nach Schätzungen rund 50'000 Menschen. mehr lesen 
Haider al-Abadi sagt der IS den Kampf an.
Unterstützung durch USA  Bagdad - Irakische Soldaten haben unterstützt von US-Luftangriffen mit einer Militäroperation zur Rückeroberung der Stadt Falludscha aus den Händen der Terrormiliz Islamischer ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 12°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 14°C 22°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft freundlich
St. Gallen 11°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Bern 12°C 21°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Luzern 13°C 22°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 14°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Lugano 15°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten