Schlussplädoyer der Versicherungen im 9/11-Prozess

publiziert: Freitag, 16. Apr 2004 / 07:12 Uhr / aktualisiert: Freitag, 16. Apr 2004 / 07:30 Uhr

New York - Im Prozess um Schadensersatz für das World Trade Center (WTC) in New York haben am Donnerstag die Versicherungen ihre Schlussplädoyers gehalten.

Silverstein benötigt nach eigenen Angaben 9 Mrd. Dollar für den Wiederaufbau.
Silverstein benötigt nach eigenen Angaben 9 Mrd. Dollar für den Wiederaufbau.
Der Hauptanwalt der Versicherungen, Barry Ostrager, sagte, zahlreiche Zeugen hätten bestätigt, dass für Swiss Re ein Formular gelte, das die Anschläge vom 11. September als eine Folge ähnlicher Ursachen definiere. Gemäss diesem WilProp-Formular wären die Versicherungen mit 3,5 Milliarden Dollar haftbar.

Ostrager warf WTC-Pächter Larry Silverstein und dessen Anwälten vor, erst nach den Attacken vom 11. September versucht zu haben, zum einem anderen Formular, dem Travelers-Formular, zu wechseln.

Danach könnten die Attacken als zwei verschiedene Schadensfälle ausgelegt werden. Silverstein könnte dann die doppelte Schadensersatzsumme fordern.

Swiss Re habe sich im Juli 2001 an das WilProp-Formular gebunden. Die Versicherung sei über einen Wechsel zum Travelers-Papier nie informiert worden, sagte der Anwalt den Geschworenen. Ein solcher Formularwechsel bedürfe aber des Einverständnisses beider Seiten.

Als im Verlauf des zweimonatigen Prozesses klar geworden sei, dass sich Swiss Re nie auf das Travelers-Formular eingelassen habe, hätten Silversteins Anwälte ihre Taktik noch einmal geändert, sagte Ostrager.

Sie wollten der Jury nun weismachen, Swiss Re habe die Versicherung ohne Formular unterzeichnet. Dies sei aber unsinnig und nicht die Praxis von Versicherungen.

Nach letzten Anweisungen des Richters beginnen die Geschworenen am Montag mit ihren Beratungen. Ein Urteil erwarten Experten am Mittwoch.

Gewinnen die Versicherungen den Fall, wird der Anschlag gemäss dem WilProp-Formular als ein Schadensereignis angesehen. Entscheidet sich die Jury gegen die Versicherungen, wird in einem zweiten Prozess verhandelt, ob Silverstein Anrecht auf doppelten Schadensersatz, also sieben Milliarden Dollar, hat.

Silverstein behauptet, für den Wiederaufbau am Südende Manhattans 9 Milliarden Dollar zu benötigen. Die Versicherungen bestreiten, dass die Schadensersatzsumme Einfluss auf die Bauten habe, die auf Ground Zero errichtet werden.

(bsk/sda)

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