Flugbetrieb in Europa immer noch gestört

Schnee macht Europas Verkehr weiter zu schaffen

publiziert: Dienstag, 21. Dez 2010 / 17:30 Uhr
«Wir sind guter Dinge, dass sich die Lage heute normalisiert», sagte ein Sprecher des Airportbetreibers Fraport.
«Wir sind guter Dinge, dass sich die Lage heute normalisiert», sagte ein Sprecher des Airportbetreibers Fraport.

Berlin - Schnee, Schnee und noch mehr Schnee: Drei Tage vor Heiligabend ist der Reiseverkehr in Europa weiterhin massiv beeinträchtigt. Nach anfänglichen Zeichen der Entspannung ging das Chaos an den Flughäfen in Deutschland, England und Frankreich am Dienstag weiter.

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Der grösste europäische Flughafen, London-Heathrow, war am vierten Tag in Folge weitgehend lahmgelegt. An den fünf Terminals herrschte Chaos. Nur 30 Prozent der Flüge konnten abgewickelt werden, teilte der Flughafenbetreiber mit. Nur eine Start- und Landebahn war geöffnet, tausende Menschen warten zum Teil seit Tagen auf ihren Weiterflug.

Premierminister David Cameron bot den Flughäfen zum Abbau der Behinderungen die Hilfe der Streitkräfte an. Er kündigte an, bis zum Abend werde eine zweite Startbahn auf Heathrow öffnen.

3000 Flüge in Europa gestrichen

In Frankfurt musste der Flughafen am frühen Morgen für dreieinhalb Stunden gesperrt werden. «Die eine Piste war geräumt und am anderen Ende schon wieder zugeschneit», erklärte ein Flughafensprecher. Am Vormittag konnte der Betrieb zwar wieder aufgenommen werden, mehr als 500 Flüge wurden bis am Nachmittag aber trotzdem gestrichen.

Auf den Flughäfen Paris-Charles de Gaulle und Brüssel-Zaventem fielen zahlreiche Flüge aus oder verspäteten sich. Allein am Montag waren nach Angaben der europäischen Flugsicherung in Europa 3000 Flüge gestrichen worden.

«Schneeball-Effekt»

Das Schneechaos in London, Frankfurt und Paris zog im «Schneeball-Effekt» wiederum die übrigen Flughäfen Europas in Mitleidenschaft - auch wenn der Betrieb dort dank dem Tauwetter völlig normal lief. Am Flughafen Zürich wurden bis am Abend 28 Starts und 30 Landungen annulliert. Am Flughafen Basel-Mülhausen fielen 14 Flüge aus.

In Wien sassen rund 500 Passagiere fest, deren Maschinen nicht starten konnten. Hamburg und München kämpften mit ähnlichen Problemen.

Angesichts des Flugchaos in Europa bestellte die EU-Kommission die Flughafen-Chefs ein. «Diese Situation ist inakzeptabel und darf sich nicht wiederholen», sagte Verkehrskommissar Siim Kallas in Brüssel.

Er rief die Flughafenbetreiber auf, sich gegen Schnee und Eis besser zu wappnen. Andernfalls behält sich die Kommission vor, Gesetze für Mindestanforderungen an Flughäfen zu erlassen.

(fest/sda)

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