Schröder bekundet Scham über Holocaust
publiziert: Dienstag, 25. Jan 2005 / 13:53 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 25. Jan 2005 / 15:34 Uhr

Berlin - Zum 60. Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz hat der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder die historische Verantwortung seines Landes betont.

Gerhard Schröder betonte in seiner Rede die deutsche Verantwortung für die Nazi-Greueltaten.
Gerhard Schröder betonte in seiner Rede die deutsche Verantwortung für die Nazi-Greueltaten.
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Die Nazi-Ideologie war menschengewollt und menschengemacht, sagte Schröder nach dem vorab verbreiteten Redemanuskript bei einer Gedenkfeier in Berlin. Er rief aber nicht nur zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit der tragischen Vergangenheit auf, sondern auch zum Widerstand gegen aktuelle rechtsextreme Herausforderungen.

Es sei die gemeinsame Pflicht aller Demokraten, der widerlichen Hetze der Neonazis und den immer neuen Versuchen, die Nazi-Verbrechen zu verharmlosen, entschieden entgegenzutreten. Für die Feinde von Demokratie und Toleranz dürfe es in der wehrhaften Demokratie keine Toleranz geben, mahnte der Kanzler.

Ehemalige Häftlinge an Gedenkfeier

An die Teilnehmer der von ehemaligen Häftlingen des Lagers veranstalteten Gedenkfeier gerichtet sagte Schröder: Ich bekunde meine Scham angesichts der Ermordeten - und vor Ihnen, die Sie die Hölle der Konzentrationslager überlebt haben.

Namen von Konzentrationslagern wie Chelmno, Belzec, Sobibor, Treblinka, Maidanek und Auschwitz-Birkenau seien mit der Geschichte der Opfer, aber auch mit der europäischen und deutschen Geschichte für immer verbunden. Das wissen wir. Wir tragen diese Bürde in Trauer, aber auch in ernster Verantwortung.

Die Veranstaltung findet im Deutschen Theater statt. Dazu sind Auschwitz-Überlebende und der Vorsitzende des Jüdischen Weltkongresses, Israel Singer, geladen. Auch im Strassburger Europarat soll eine Gedenkstunde für die Opfer von Auschwitz statfinden. Auschwitz wurde am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee befreit.

(fest/sda)

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