Schulleiter fordern Informationen zu Vorstrafen

publiziert: Samstag, 4. Jul 2009 / 13:09 Uhr / aktualisiert: Samstag, 4. Jul 2009 / 14:40 Uhr

Zürich - Der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Zürich (VSLZH) verlangt, dass die Schulen unbürokratisch über Vorstrafen ihrer Schüler informiert werden. Dies sei für die Gewaltprävention unerlässlich.

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Der VSLZH habe die Forderung, die Schulen müssten über problematisches Freizeitverhalten von Schülerinnen und Schülern besser informiert sein, bereits mehrfach vorgebracht, schreibt der Verband in einer Stellungnahme.

Man nehme deshalb mit Erleichterung zur Kenntnis, dass man diesbezüglich von Regierungspräsidentin Regine Aeppli Schützenhilfe erhalte. Aeppli hatte am Freitag gegenüber verschiedenen Medien betont, es sei wichtig, dass die Schulen über Gewaltdelikte ihrer Schüler Bescheid wüssten. Zudem forderte sie, diese verschärfte Praxis auf nationaler Ebene zu verankern.

Aepplis Aussage stand im Zusammenhang mit dem Fall der drei Zürcher Schüler, die in der Nacht auf Mittwoch in München einen Mann grundlos angegriffen und schwer verletzt hatten. Wie am Freitag bekannt wurde, waren alle drei Täter vorbestraft.

Prügelschüler in Untersuchungshaft

Die 16-jährigen Jugendlichen sitzen gegenwärtig in Untersuchungshaft. Laut dem zuständigen Schulpflegepräsident waren weder die Schulleitung noch die Lehrpersonen über die Vorstrafen informiert.

Es sei nicht einzusehen, weshalb Jugendanwaltschaft, Polizei, Vormundschaftsbehörde und andere Stellen Informationen nicht «unaufgefordert und unbürokratisch» an die Schulen weitergeben, hält der VSLZH fest.

(ht/sda)

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