Schwache Konjunktur bremst steigende Gesundheitskosten

publiziert: Mittwoch, 20. Mai 2009 / 19:42 Uhr

Zürich - Die Ausgaben im Gesundheitswesen dürften im nächsten Jahr nur um 2,9 Prozent steigen, und nicht wie angenommen um 3,8 Prozent. Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich korrigiert ihre Prognose der Gesundheitskosten aufgrund der schwachen Konjunktur.

In dieser Branche werden die Löhne 2010 wohl nur noch um 0,2 Prozent zulegen.
In dieser Branche werden die Löhne 2010 wohl nur noch um 0,2 Prozent zulegen.
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Die trüben konjunkturellen Aussichten wirken sich auch auf die Löhne im Gesundheitswesen aus, wie KOF-Institutsleiter Jan-Egbert Sturm vor den Medien in Zürich sagte. Gemäss der halbjährlichen KOF-Prognose werden in dieser Branche die Löhne 2010 wohl nur noch um 0,2 Prozent ansteigen, während sie im laufenden Jahr noch um 1,4 Prozent zulegen.

Die gesamten Gesundheitsausgaben wachsen im nächsten Jahr deshalb um 0,9 Prozentpunkte weniger als noch im Herbst 2008 angenommen. Für 2009 bleibt die KOF bei einem Wachstum von 4,3 Prozent. Noch nicht hineingerechnet sind allfällige Zusatzausgaben für die Komplementärmedizin, über die am vergangenen Wochenende abgestimmt wurde.

Ambulante Behandlungen wichtig

Immer wichtiger sind die ambulanten Behandlungen geworden, wie Sturm weiter sagte. Dabei wird sich gemäss KOF-Frühjahrsprognose 2008-2010 der Anteil der ambulanten Behandlungen in Spitälern bezogen auf das Bruttoinlandprodukt (BIP) von 1995 bis 2010 nahezu verdoppeln.

Am stärksten steigen denn auch die Kosten für ambulante Behandlungen in Spitälern, im laufenden Jahr voraussichtlich um 9,8 Prozent und 2010 um 9,1 Prozent. Die Ausgaben für stationäre Behandlungen wachsen im Vergleich dazu nur gerade halb so schnell.

Kantone zahlen mehr

Sturm ortet bei den Trägern der Gesundheitskosten seit 1995 eine Verschiebung weg von Privatversicherungen und privaten Haushalten hin zum Staat. Vor allem der Anteil der Kantone steigt dabei stärker.

Die KOF prognostiziert zudem, dass in diesem Jahr die Gesamtkosten die 60-Milliarden-Franken-Grenze erstmals überschreiten werden. Für 2010 rechnet sie mit rund 62 Milliarden Franken. 2008 war der Anstieg der Gesundheitskosten massgebend für das Wachstum, in diesem Jahr spielt das schrumpfende BIP die entscheidende Rolle.

(tri/sda)

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