Akute Bedrohung vorüber
Schweden: «Sehr ernster» Terrorakt
publiziert: Sonntag, 12. Dez 2010 / 11:05 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Dez 2010 / 20:11 Uhr
Polizei in Schweden.
Polizei in Schweden.

Stockholm - Schweden ist einem Terroranschlag mit vielen Toten offenbar nur knapp entgangen: In der Fussgängerzone von Stockholm sprengte sich am Samstag ein Selbstmordattentäter in die Luft. Die schwedische Polizei stufte den Anschlag als «sehr ernsten Terrorakt» ein.

5 Meldungen im Zusammenhang

Zunächst explodierte in der belebten Einkaufsstrasse Drottninggatan ein Auto. Kurz darauf kam ein Mann, offenbar der Täter, bei einer weiteren Detonation in der Nähe ums Leben. Zwei weitere Menschen wurden verletzt.

Sprengstoff am Körper?

Die Polizei wollte Medienberichte, wonach der Mann Sprengstoff am Körper trug, nicht bestätigen. Ein Augenzeuge berichtete jedoch in der Zeitung «Dagens Nyheter»: «Es sah aus, als trug er etwas, was dann direkt vor seinem Bauch explodierte.»

Der Mann versuchte, dem mit einer riesigen Bauchwunde am Boden Liegenden erste Hilfe zu leisten: «Ich hab Herz- und Lungenmassage versucht, aber es war zu spät.» Der Mann hatte seinen Rucksack mit Reissnägeln sowie weiterem Sprengstoff gefüllt. Die Menschen gerieten in Panik und flüchteten vom Ort des Schreckens.

Drohmail ruft zu «heiligem Krieg» auf

Unmittelbar vor den Explosionen hatten die Polizei und die Nachrichtenagenur TT eine Drohmail sowie den auf Band gesprochenen Abschiedstext eines Mannes bekommen. In der Mail rief der Mann zum «Heiligen Krieg» gegen Schweden auf.

Als Grund für seinen Aufruf zum Terror nannte er «das Schweigen des schwedischen Volkes» zur Mohammed-Karikatur des heimischen Künstlers Lars Vilks sowie die Anwesenheit schwedischer Soldaten in Afghanistan: «Jetzt müssen eure Kinder, Töchter und Schwestern sterben so wie unsere Brüder und Schwestern und Kinder sterben», zitierte die Agentur aus dem Text.

Familie um Vergebung gebeten

In dem gesprochenen Text berichtete der Mann, dass er sich bei einem Aufenthalt im Nahen Osten für den Dschihad habe ausbilden lassen. Seine Familie bat er um Vergebung, weil er sie über die Gründe für die Reise getäuscht habe. Er bat seine Ehefrau, die Kinder von ihm zu küssen.

Die Polizei wollte keinen Kommentar zu den Texten sowie zur Identität des Mannes abgeben. Nach Informationen der Zeitung «Aftonbladet» soll der Absender der Drohmail und des gesprochenen Textes ein 28-jähriger Mann sein, der mit seinem vollen Namen unterschrieben hat. Von ihm gebe es auch Märtyrer-Videos auf Facebook.

(et/sda)

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Armer Irrer
Tja, es wird wieder in die Islam Ecke geworfen. Klar, wäre es ein Amokläufer gewesen, wären wieder die Killerspiele Schuld gewesen.

Gähn...
Missbrauch
Schlimm wie hauptsächlich Muslime das Gast-und Asylrecht in fremden Länder ständig missbrauchen. Keine guten Voraussetzungen für hiesige Multikultiträumer den Europäern weiteren massiven Zuzug aus mulimischen Ländern schmackhaft zu machen. Vor allem weil bereits in Europa hauptsächlich Probleme von dieser Gruppe ausgeht. War wohl nichts da mit der friedlichen Religion. Richtig dass das immer mehr Menschen in Europa erkennen und anfangen sich dagegen zu wehren. Was heute an Verbrechen durch Moslems an Europäern tagtäglich begangen werden in Europa ist nicht mehr tragbar, und da braucht es harte Gegenwehr.
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