Schweiz baut Dorf in Thailand auf

publiziert: Montag, 3. Jan 2005 / 15:36 Uhr / aktualisiert: Montag, 3. Jan 2005 / 16:30 Uhr

Phuket - Die Schweiz finanziert den Wiederaufbau eines Dorfes in Thailand, das von der Flutwelle zerstört wurde. Dafür sollen 2,3 Millionen Franken bereitgestellt werden, wie Bundesrätin Micheline Calmy-Rey in Bangkok sagte.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey machte sich vor Ort ein Bild.
Bundesrätin Micheline Calmy-Rey machte sich vor Ort ein Bild.
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Der Betrag ist Teil eines Hilfspakets von 25 Millionen Franken, das letzte Woche vom Bundesrat Joseph Deiss angekündigt worden war. Das Dorf sei noch nicht ausgewählt worden, sagte Ivo Sieber, Informationschef beim Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Nach neuesten Angaben forderte die Flutwelle in dem südasiatischen Land mindestens 5046 Todesopfer.

Die Schweizer Aussenministerin war am Wochenende in der vom Seebeben heimgesuchten Region eingetroffen. Sie traf den Vize-Aussenminister Thailands, Sorajak Kasem Suvan und kam ausserdem mit Mitgliedern des Krisenstabes zusammen.

Spitalbesuch bei verletztem Schweizer

Auch zu einem Spitalbesuch bei einem verletzten Schweizer fand die Aussenministerin Zeit. Mit anderen Schweizer Überlebenden führte sie ebenfalls Gespräche. Laut dem EDA starben in Thailand mindestens 13 Schweizer.

Inzwischen geht das EDA davon aus, dass für 111 Schweizer Touristen in den betroffenen Gebieten praktisch keine Hoffnung mehr besteht. Die Zahl der identifizierten Toten blieb bei 16.

Wenn eine Person bei hoher Todesgefahr verschwunden ist, gilt ihr Tod als höchst wahrscheinlich. Das legt das Schweizer Zivilgesetzbuch fest.

Als hohe Todesgefahren gelten Flugzeugabstürze, Brände, aber auch Naturkatastrophen wie das Seebeben im Indischen Ozean, wie Hermann Schmid von Bundesamt für Justiz sagte. Vermisste Menschen werden frühestens nach zwei Jahren für tot erklärt.

35 Mio. Franken von der Glückskette

Die Glückskette hat inzwischen 35 Millionen Franken für die Opfer des Seebebens in Südasien gesammelt. Spenden können weiter einbezahlt werden auf das Konto 10-15000-6 mit dem Vermerk Seebeben Asien.

(fest/sda)

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