Schweiz gewinnt mit 2:0

publiziert: Sonntag, 13. Nov 2005 / 00:20 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Nov 2005 / 01:17 Uhr

Zwei Youngsters hielten die Schweizer Nationalmannschaft im WM-Barrage-Hinspiel in Bern gegen die Türkei auf WM-Kurs. Philippe Senderos traf mit dem Kopf zum 1:0 (41.), Joker Valon Behrami erhöhte in der 86. Minute zum hochverdienten 2:0.

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Senderos lenkte Minuten vor der Halbzeitpause eine gut getimte Freistossflanke von Ludovic Magnin mit dem Hinterkopf unhaltbar in die tiefe Torecke. Es war eine gelungene Kopie des Schweizer Ausgleichstreffers zum 1:1-Unentschieden gegen Frankreich im selben Stadion.

Die 1:0-Pausenführung krönte eine ausgezeichnete Schweizer Leistung, die in der ersten Halbzeit mindestens einen weiteren Treffer verdient gehabt hätte. Ludovic Magnin (13.), Marco Streller (20.), Tranquillo Barnetta (22.) und Senderos (22.) erarbeiteten sich in der zweiten Viertelstunde hervorragende Möglichkeiten, die zumeist vom starken Türkei-Goalie Volkan zunichte gemacht wurden.

Taktischer Wechsel belohnt

Als sich die 31 130 Zuschauer im ausverkauften Stade de Suisse trotz guter Schweizer Konterchancen in der Schlussphase bereits mit dem knappen 1:0-Heimsieg zufrieden gaben, wurde ein taktischer Wechsel von Trainer Köbi Kuhn mit dem zweiten Treffer belohnt. Kuhn brachte den 20-jährigen Lazio-Söldner Behrami für den ausgezeichnet aufspielenden Tranquillo Barnetta auf der linken Seite.

Der Coach wollte seinen aufopfernd kämpfenden Mittelfeld-Puncher vor einer möglichen Verwarnung und der daraus resultierenden Sperre im Rückspiel bewahren. Behrami war dann vier Minuten vor Schluss am richtigen Ort, um eine flache Hereingabe von Alex Frei unhaltbar zum 2:0 einzuschieben.

Magnin in Istanbul gesperrt

Einziger Wermutstropfen des wichtigen Heimsieges war die Verwarnung gegen Magnin, der damit im Rückspiel am Mittwoch in Istanbul gesperrt ist. Magnin gehörte zusammen mit Torschütze Senderos und Barnetta zu den besten Schweizern. Die Jüngsten setzten am Samstag die stärksten Akzente. Ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft.

Gegner Türkei war mit der Absicht in die Schweiz gereist, ein 0:0-Unentschieden über die Distanz zu bringen. In der ersten Halbzeit verzeichneten sie nur drei halbherzige Weitschüsse, die den sicher haltenden Schweizer Goalie Pascal Zuberbühler vor keine Probleme stellte.

Nur während einiger weniger Phase unmittelbar nach dem Seitenwechsel tauchten die Türken in der zweiten Halbzeit wenige Male bedrohlich in der Nähe des Schweizer Tores auf. Die Innenabwehr stand jedoch sattelfest und liess sich nie bezwingen.

Hervorragende Ausgangslage

Das 2:0, vor allem der Sieg ohne Gegentor ist eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel. In der letzten Barrage verloren die Türken das Auswärtsspiel in Lettland mit 0:1 und vermochten die Wende mit dem 2:2 nicht mehr zu schaffen.

Die Schweiz hat nun gar ein Tor mehr als Polster und muss sich in Istanbul mit einer gleich starken Leistung wie in Bern kaum Angst um die WM-Qualifikation machen.

Kommentare

Trainer Jakob «Köbi» Kuhn: «Dieses 2:0 ist fantastisch. Wichtig ist vor allem, dass wir kein Gegentor erhalten haben. Ich kann meiner Mannschaft nur gratulieren. Sie hat grossartig gekämpft, die Gruppe ist so stark. Dieser Sieg ist sehr viel wert.Noch sind wir aber nicht an der WM. Wir sind auch fähig, auch auswärts Tore zu schiessen. Die Türken sind nun wohl etwas verunsichert.»

Marco Streller: «Das 2:0 ist unser Wunschresultat. Ich vergab noch eine Riesenchance. Den Pass von Magnin hätte ich verwerten müssen. Nach meinem Missgeschick hätte ich in den Boden versinken können. Aber, wir haben gewonnen. Nur das zählt. Nach dem Spiel kam es unter den Aktiven zu Handgreiflichkeiten.»

Johann Vogel: «Wir haben uns eine Super-Ausgangslage geschaffen. Der Sieg ist hoch verdient. Wir waren aggressiver und gewannen mehr Zweikämpfe. Gesamthaft zeigten wir eine hervorragende Leistung. Vor allem in der Abwehr waren wir souverän.»

Schweiz - Türkei 2:0 (1:0)
Stade de Suisse, Bern. -- 31 130 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Michel (Slk). -- Tore: 41. Senderos 1:0. 86. Behrami 2:0.

Schweiz: Zuberbühler; Philipp Degen, Müller, Senderos, Magnin; Gygax, Cabanas, Vogel, Barnetta (83. Behrami); Frei, Streller (77. Vonlanthen).

Türkei: Volkan; Serkan, Alpay, Toraman, Ümit Özat (77. Halil Altintop); Hüseyin; Nihat (46. Okan), Selçuk, Tümer, Tuncay (83. Ergün); Hakan Sükür.

Bemerkungen: Schweiz ohne Smiljanic (verletzt), Wicky (gesperrt), Lonfat und Jakupovic (Tribüne). Nicht eingesetzt: Coltorti, Grichting, Huggel, Spycher, Vonlanthen, Lustrinelli, Behrami. Türkei ohne Bastürk, Hasan Sas, Akin (alle verletzt), Hamit Altintop und Emre (beide gesperrt). Verwarnungen: 23. Hüseyin (Foul/im Rückspiel gesperrt), 65. Serkan (Foul), 66. Streller (Foul), 68. Magnin (Foul/im Rückspiel gesperrt).

(bert/Si)

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