Schweiz in Sachen Korruption 'sauber'

publiziert: Mittwoch, 20. Okt 2004 / 18:12 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 20. Okt 2004 / 19:14 Uhr

Bern - Die Schweiz wird in Sachen Bestechung als sauber eingeschätzt. Auf dem Korruptionsindex von Transparency International (TI) verbesserte sie sich innert Jahresfrist von Platz 8 auf Platz 7.

In der Schweiz musste erst einmal das Bewusstsein geschaffen werden, dass es auch hier Korruption gibt.
In der Schweiz musste erst einmal das Bewusstsein geschaffen werden, dass es auch hier Korruption gibt.
Den Spitzenplatz belegt mit 9,7 Punkten Finnland, gefolgt von Neuseeland (9,6 Punkte), Dänemark und Island (je 9,5 Punkte). Wer 10 Punkte erreicht, wird als äusserst sauber eingeschätzt, 0 Punkte gelten als äusserst korrupt. Die Schweiz verbuchte 9,1 Punkte. 2003 waren es 8,7 Punkte.

Wieso die Schweiz trotz der Verbesserung noch immer keinen Podestplatz belegt, hat für den Präsidenten von TI Schweiz, Philippe Lévy, verschiedene Gründe. Zum einen musste in der Schweiz erst einmal das Bewusstsein geschaffen werden, dass es auch hier Korruption gibt, sagte er am Mittwoch vor den Medien in Bern. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen.

Weiter gebe es in der Schweiz weder eine Transparenz bei der Parteienfinanzierung, noch werde bei Abstimmungskampagnen klar ausgewiesen, wer wieviel Geld bezahlt. Das hinterlässt bei den Korruptions-Analysten natürlich Fragen.

Bestechlichkeit von Beamten und Politikern

Der Korruptionsindex von TI beruht auf Einschätzungen von Risiko-Experten und Geschäftsleuten. Für den Index beurteilt wird ausschliesslich die Bestechlichkeit von Beamten und Politikern, nicht aber von privaten Firmen.

Dem Index liegen die Analysen von insgesamt zwölf unabhängigen Instituten zugrunde. Unter diesen befindet sich auch das World Economic Forum WEF mit Sitz in Genf.

Insgesamt wurden im Korruptionsindex von TI 146 Länder bewertet. Auf den letzten Plätzen liegen Haiti sowie Bangladesch (je 1,5 Punkte), Nigeria (1,6 Punkte), Tschad und Birma (je 1,7 Punkte). Insgesamt haben mit 106 Ländern über die Hälfte der bewerteten Staaten nicht mehr als 5 Punkte erreicht.

(bert/sda)

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