Schweiz nimmt an UNO-Antirassismuskonferenz teil
publiziert: Samstag, 18. Apr 2009 / 19:12 Uhr / aktualisiert: Samstag, 18. Apr 2009 / 22:26 Uhr

Bern/Genf - Die Schweiz nimmt an der UNO-Antirassismuskonferenz teil, die am Montag in Genf beginnt. Die Bedingungen für eine Teilnahme sind erfüllt. Im Zusammenhang mit der Konferenz demonstrierten in Genf zwischen 600 und 700 Personen friedlich gegen Rassismus.

Ob Aussenministerin Michelin Calmy-Ray an der Konferenz teilnimmt ist noch offen. (Archivbild)
Ob Aussenministerin Michelin Calmy-Ray an der Konferenz teilnimmt ist noch offen. (Archivbild)
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Der am Freitagabend von der Vorbereitungskonferenz beschlossene Entwurf für ein Schlussdokument erfülle die Bedingungen des Bundesrates, wie das Eidg. Departement des Äusseren (EDA) mitteilte.

Über die Zusammensetzung der Delegation wird später entschieden. Damit bleibt offen, ob Aussenministerin Micheline Calmy-Rey an der Eröffnung der Konferenz teilnimmmt.

Die Schweiz hatte wie auch die EU und EU-Staaten ihre Teilnahme vom Entwurf für das Schlussdokument abhängig gemacht. Die Vorbereitungskonferenz hatte am Freitag nach wochenlangem Ringen ein 17-seitiges Schlussdokument zuhanden der Konferenz verabschiedet.

Der auf einem Kompromissvorschlag Russlands basierende Text ist gegenüber einer ersten Fassung deutlich entschärft worden. Insbesondere ist darin weder eine Formulierung zu finden, die Bezug nimmt auf den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, noch wird darin eine Verurteilung von Kritik an Religionen als Rassismus verlangt.

Proteste gegen «rassistisches Abdriften»

Im Zusammenhang mit der UNO-Antirassismuskonferenz demonstrierten zwischen 600 und 700 Personen in Genf friedlich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Organisiert wurde die Kundgebung unter anderem vom Verein ACOR SOS Racisme, der Liga der Moslems in der Schweiz, Gewerkschaften sowie den Genfer Linksparteien. Sie kritisierten das «rassistische und fremdenfeindliche Abdriften», das in den vergangenen Jahren in der Schweiz zugenommen habe.

Den Bundesrat kritisierten die Kundgebungsteilnehmer wegen der Verschärfungen im Ausländer- und Asylrecht. Dem Parlament hielten sie vor, mit dem Verzicht auf eine Ungültigkeitserklärung der Anti-Minarett-Initiative einer emotionalen Kampagne den Weg bereitet zu haben, die ein «Klima der Intoleranz» auslösen werde.

(bert/sda)

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War die CH je neutral?
In meinen Augen war die CH nie neutral! Niemand ist neutral, jeder Mensch hat seine Meinung. Ich steh dazu, dass ich nicht neutral bin!
Sie haben die Wahl
Midas, Sie verstehen nicht, dass man mit Massenmördern nicht verhandeln kann; und schon gar nicht, wenn derjenige auch noch den "Vater der Lüge" vollständig vertritt.

Fakt ist: Am Holocaust-Gedenktag schüttelt ein schweizer "Bundesrat" dem neuen "Haman" (siehe Buch Esther), also einem Juden-Hasser und Massenmörder die Hand, der die systematische Ermordung von ca. 6 Millionen Juden (= Völkermord) öffentlich leugnet; sich aber insgeheim freut, das dies so geschehen ist. Das ist in den Augen der Juden Wahnsinn und in meinen Augen "Schizophrenie" oder abgeschwächt gesagt "Grausamer Zynismus" seitens der schweizer Vertretung.

Da sich die Geschichte aber immer wieder wiederholt wird auch der neue Haman seine Lektion lernen müssen. Gott hat Zeit, Er kann warten, so wie es zur Zeit von Esther geschah. Dieses Buch ist wirklich zu empfehlen, denn genau dasselbe spielt sich heute vor unseren Augen ab!

So suchte Haman alle Juden, die im ganzen Königreich des Ahasveros waren, das Volk Mordechais {die Juden}zu vernichten. [Ester 3, 6]
Und Mordechai teilte ihm alles mit, was ihm widerfahren war, auch den genauen Betrag an Silber, den Haman versprochen hatte, in die Schatzkammern des Königs (als Gegenwert) für die Juden darzuwiegen, um sie ausrotten zu können. [Ester 4, 7]
Und Haman zählte ihnen die Herrlichkeit seines Reichtums und die Menge seiner Söhne auf und alles, womit der König ihn groß gemacht habe und womit er ihn (im Rang) über die Fürsten und Knechte des Königs erhoben habe.
Und Haman sagte: Zudem hat die Königin Ester neben dem König niemanden zu dem Mahl kommen lassen, das sie bereitet hatte, als nur mich, und auch für morgen bin ich zusammen mit dem König zu ihr eingeladen.
Da sagten seine Frau Seresch und all seine Freunde zu ihm: Man soll einen Holzpfahl herrichtena, fünfzig Ellen hoch! Und am Morgen sage dem König, daß man Mordechai daran aufhängen soll! Dann geh mit dem König fröhlich zum Mahl! Das Wort gefiel Haman gut, und er ließ den Holzpfahl herrichten. [Ester 5, 11.12.14]
Und Harbona, einer von den Eunuchen, sagte: Siehe, da steht auch schon bei Hamans Haus der Holzpfahl, fünfzig Ellen hoch, den Haman für Mordechai hat machen lassen, der einst Gutes für den König geredet hat. Da sagte der König: Hängt ihn daran auf! [Ester 7, 9]
So hängte man Haman an dem Holzpfahl auf, den er für Mordechai errichtet hatte. Da legte sich die Wut des Königs. [Ester 7, 10]

So wie Haman dazumals versuchte durch List und Betrug das Volk Gottes zu zerstören und am Ende jedoch selbst umkam, so wird es gewiss auch dem neuen Haman ergehen, nur weiss er es noch nicht :-) weil er an die Lüge glaubt. Er tut alles um das Territorium des Islam zu erweitern. Im Koran steht dass Lügen schlimmer sei als Töten. (Das scheint die "gläubigen Muselmannen" aber nicht sonderlich zu kümmern, haben sie doch in beidem sehr viel Erfahrungen) - Paradoxerweise predigen aber die Mullahs dass zur Erweiterung des Islam lügen erlaubt sei. Also "der Zweck heiligt die Mittel". (Erinnert uns das nicht auch an die päpstlichen Anhänger; die in der Reformationszeit keine Gelegenheit ausliessen, durch Betrug, List und brutale Massenmorde ihr hochgepriesenes römisches Reich auf Kosten der wahren Gläubigen zu erweitern?)

Da Sie aber scheinbar die Lüge lieber haben als die Wahrheit, bekommen auch Sie von Gott in Ihrem eigenen Leben und Denken genau das, was Sie wollen. Lüge.

So sage ich Ihnen: Kehren Sie um von Ihrem falschen Weg, bevor es zu spät ist!
Zum Glück Schweiz
Keine Schulbildung haben meistens die, die nicht argumentieren können und auf die Person schiessen.

In unserem Land darf sich wenigstens jeder, unabhängig von Religion und Hautfarbe frei äußern. Dieses Recht haben halt auch uneinsichtige Extremisten oder Sie. Dafür müssen Sie dankbar sein und der denkende Rest der Welt vermag dies zu schätzen.
Kritik nicht ertragen?
Schon Ihre Schreibweise zeugt von Schulbildung unterer Klasse. Ihre Wortwahl ist so primitiv, dass ich fast sagen moechte, dass Sie in das Schema der Iranischen Politik passen.
Bevor Sie wieder Antworten, gehen Sie doch noch ein bisschen zur Schule, wuerde Ihnen nicht schaden.
Sie Sind der Richtige!
Blasen Sie sich hier nicht so auf wie Sie gegen die Schweiz schreiben. Sie, der nicht mal weiss was Diplomatie und Neutralität bedeuten, müssen nicht über Niveau sprechen.
Niveaulos
Ihre Antwort ist so Niveaulos wie deren Inhalt. Nicht Israel ruft zur Vernichtung des Irans auf, sondern der Praesident des Irans moechte Israel ausloeschen. Zum Rest Ihrer Antwort lohnt sich eine Stellungsnahme nicht.
Das ist ja Neutralitaet
Nein, hier lebt die Neutralitaet. Verhandlen und diplomatische Gespraeche. Ignoranz und falscher Stolz ist sicher ein Problem anderer Laender.

Ihre Aussage macht mich stinksauer, weil sie echt an den Themen vorbeigeht. Israel mit der rassischten Behandlung von Palaestinenser, sollte echt keine Steine werfen und die Schnauze halten. Der iranische Praesident macht sich selber laecherlich und findet nirgends im Westen gehoer. Man muss aber versuchen ihm andere Standpunkte klarzumachen.

Kein geistig normaler Mensch bezweifelt den Holocaust und das groesste Verbrechen der Welt. Aber wir sind ein souveraenes Land, das sprechen kann mit wem es will. Es ist unsere Regierung. Keine israelische und wir muessen vor der aucht nicht kuschen.

Komisch das niemand etwas sagte, als der tuerkische Praesident sich mit dem Iranischen Praesidenten traf. Diese scheinheilige, bloede Doppelmoral. Man kann einem Praesidenten das Gespraech in der UNO nicht verwehren. Dass sich Merz mit ihm getroffen hat unterstuetze ich. Er hat ihm in den Gespraechen ja nicht mitgeteilt dass die Schweiz dem Iran zustimmt.

Wenn Israel keine diplomatischen Gespraeche zulassen will und Iran Israel nicht akzeptieren will, dann bewegt sich die Sache in hundert Jahren nicht. Uebrigens ist ein Radikaler in Israel keinen Dreck besser als ein Rechtsradikaler in der Schweiz, Deutschland, USA oder wo auch immer

Ich jedenfalls bevorzuge die politische Einstellung von Herrn Merz mehr als die eines Herrn Liebermann.
Neutralitaet Ade, Schweizer Regierung beweist Unfaehigkeit
Der Gesamtbundesrat hat der Schweiz einen Baerendienst erwiesen, mit der Antirassismuskonferenz. Einmal mehr haben die Damen und Herren bewiesen, dass sie nicht faehig sind Politisch korrekte Entscheidungen zu treffen, und dass sie sich sehr billig Verkaufen. Ignoranz und falscher Stolz haben in der Schweizer Regierung offenbar Vorrang.
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