Schweizer Bankgeheimnis: Attacke aus Deutschland
publiziert: Mittwoch, 27. Feb 2008 / 11:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Feb 2008 / 15:18 Uhr

Berlin - Der frühere deutsche Finanzminister Hans Eichel hat die Schweiz wegen ihres Bankgeheimnisses erneut heftig attackiert. Er warf den Schweizer Banken vor, Steuerbetrüger zu schützen.

Hans Eichel fordert eine besseren Kooperation der Schweiz mit den deutschen Steuerbehörden.
Hans Eichel fordert eine besseren Kooperation der Schweiz mit den deutschen Steuerbehörden.
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Sie dürften diesen aber nicht länger ein Schlupfloch gewähren. Der SPD-Politiker sagte im Deutschlandradio Kultur: «Die Schweiz stellt sich heute zwischen die deutschen Steuerbehörden und die deutschen Steuerflüchtlinge und verhindert, dass die deutschen Steuerflüchtlinge ehrlich zahlen müssen.»

In der EU blockierten Luxemburg, Österreich und Belgien ein gemeinsames Vorgehen gegen die Schlupflöcher bei der Steuererfassung, indem sie auf das Nicht-EU-Mitglied Schweiz verwiesen. Solange die Schweiz nicht richtig in diesen Fragen mitarbeite, verweigerten auch diese drei EU-Länder die Zusammenarbeit mit den Steuerbehörden.

Eichel hofft aber darauf, dass es künftig zu einer besseren Kooperation der Schweiz mit den deutschen Steuerbehörden kommt.

Monaco weist Vorwürfe zurück

Fürst Albert II von Monaco trat unterdessen Vorwürfen entgegen, das Fürstentum begünstige Steuerhinterzieher aus dem Ausland. Seit Jahren sei sein Land dabei, sich den internationalen Vorsichtsmassregeln im Bankbereich anzupassen.

Zur Verfolgung des Diebstahls von Kundendaten bei Liechtensteiner Banken sandte die Staatsanwaltschaft des Fürstentums Rechtshilfegesuche nach Deutschland. Ermittelt wird wegen der Auskundschaftung von Geschäftsgeheimnissen.

(bert/sda)

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So wie die Schweiz könne man sich laut Hans Eichel doch nicht verhalten.
Das tönt aber gar nicht gut!
Sie, Deutschland gehört doch zur EU. Wie Frankreich und Grossbritannien und v.a.m.!
Was läuft denn anders, als z.B. bei uns in der Schweiz? Man, ich weiss es nicht so genau. Es wird viel erzählt aber es ergibt für mich keine greifbaren Fakten!

Was der Steinbrück da zusammenreimt scheint mir eher - eben - ein Schiessen auf einen gerade passenden "Gegner" - abzulenken, als die eigenen Probleme klar zu benennen und dann Lösungen skizzieren, suchen, definieren, Prioritäten setzen, Zeitrahmen bestimmen, Zwischenschritte/Schritte uvam. Alles dies vermisse ich auch bei uns so klar ... fassbar!

Das ein paar erste Gedanken und Fragen dazu!
Vollkommen richtig!
Die Herren kennen nur eine Richtung, Steuererhöhung, ohne tatsächlich Probleme zu lösen. Undurchsichtige Gesetzgebung, damit jeder kriminalisiert werden. Jedes Jahr
wird mehr Geld ausgegeben, ohne die Verschuldung zu begrenzen. Und siehe da, plötzlich nachdem Reserveoffizier Steinbrück (Gott weis um seine Voraussicht), verkündet, keine Neuverschuldung mehr zu akzeptieren, tauchen aus dem Nebel des Grauens der öffentlichen Hand, Milliarden an Risiken auf. Und wo, in der Masse bei
Instrumenten der Politik, den sogen. Landesbanken. Ohne Geschäftsmodell, ohne Ahnung, aber der Ehrgeiz war da, Spiele zu spielen, dabei zu sein. Wie in Afghanistan etc, aber sie sind wie Kinder, die ihr Taschengeld mit Schusswaffen
erhöhen und eintreiben. Grüsse aus dem Land der Steuersklaven!
Vertrauensverlust vieler Bürger?
Der deutsche Staat sollte bei angestellten Schulden von 1.500.000.000.000 Euros besser zuerst mal im internen Misthaufen Ordnung schaffen!
Wen wunderts da, dass das Vertrauen von manchem Bürger schwindet.
Wenn ich über meine Verhältnisse lebe, dann muss ich etwas verändern, und vorallem sparen.
Aber es zeigt, dass diese Tugend heute bei vielen Regierungen verloren ist.
Da ist es natürlich viel einfacher abzulenken und nach ein paar hundert Millionen Steuergeldern zu suchen.
Besser wäre, wie schon gesagt im eigenen Misthaufen Ordnung zu schaffen,
und das Vertrauen der Steuerzahler allmählich wieder zurückzugewinnen.
.
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