Schweizer Curler machten gegen Kanada keinen Stich
publiziert: Montag, 8. Apr 2002 / 20:06 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Apr 2002 / 07:08 Uhr

Bismarck - Nach vier Runden der Curling-WM in Bismarck (USA) ist die Schweizer Bilanz ausgeglichen. Sowohl das Männerteam von Patrick Hürlimann als auch die Frauen um Skip Manuela Kormann weisen je zwei Siege und Niederlagen vor.

Die Olympiasieger von 1998 blieben im Soll: Einem wertvollen 9:5- Sieg gegen Finnland folgte ein 4:11 gegen die Topfavoriten aus Kanada um Randy Ferbey, der zweimal in Folge das höchststehende Turnier der Welt, die kanadische Meisterschaft, gewonnen hat.

In Kanada hat man noch nicht vergessen, dass Ferbey im letztjährigen WM-Halbfinal in Lausanne gegen die Schweiz bei drei wichtigen Steinen mit Hogline-Decicions (vergleichbar mit Fussfehlern beim zweiten Aufschlag im Tennis) belegt wurde. Die Medien im Land der 1,5 Millionen Curler berichteten von Betrug, als schliesslich nicht das Team aus Edmonton, sondern jenes von Biel- Touring (Andreas Schwaller) den Final erreicht hatte.

So war die Begegnung Ferby - Hürlimann aus Sicht der Kanadier eine Revanche gegen die Schweiz. Es entwickelte sich ein Match, der alles enthielt, was die olympische Sportart telegen macht: Einige Fehlsteine auf schwer zu berechnendem Eis, aber auch Top Shots und taktisches Raffinement auf beiden Seiten. Höhepunkt war das 4. End: Die Kanadier hatten zuletzt sechs eigene Steine im Haus, die Schweizer «stahlen» aber einen Stein, den Hürlimann mit seinem letzten Versuch perfekt versteckt hatte. Damit glichen sie nach einem 0:3-Rückstand zum 3:3 aus. Nach einem neuerlichen Zweisteine- Rückstand gingen die Schweizer mit offensivem Spiel viel Risiko ein, weshalb es zum letztlich (zu) klaren Ergebnis kam.

Nach den bisher gezeigten Leistungen ist es durch aus möglich, dass sie die beiden Teams am Wochenende in einem der Medaillenspiele erneut gegenüberstehen werden.

Zuvor hatten die Lausanner Finnland, einen der Mitfavoriten, nach einer 4:0-Führung nach drei Ends sicher besiegt. Die weitgehend fehlerfrei aufspielenden Schweizer kontrollierten die auf hohem Niveau stehende Partie gegen die Europameister 2000 gegen Schluss souverän.

Der finnische Skip Markku Uusipaavalniemi hatte zuletzt dreimal an grossen Turnieren (WM, EM, Olympische Spiele) die Halbfinals verpasst und wechselte auf die WM hin sein «Front-End» aus. Gegen die Finnen hatten die Lausanner die letzten beiden wichtigen Partien verloren: das Spiel um Bronze an den Europameisterschaften 1999 und die Vorrunden-Begegnung an der WM 2000.

Chance verpasst

Das Schweizer Frauenteam vergab gegen Schweden eine grosse Chance, sich bereits ein schönes Polster mit 3:1 Siegen zuzulegen. Für die Zugerinnen nahm das Unheil schon im ersten End seinen Lauf, als Skip Manuela Kormann mit dem letzten Stein einen offenen Take- out verpasste und sich dadurch zwei Steine stehlen liess. Die Schweizerinnen gingen noch 4:3 in Führung und waren bis dorthin mindestens ebenbürtig; in der zweiten Hälfte der Partie liessen sie aber deutlich nach. Die junge schwedische Formation von Margaretha Sigfridsson, der Junioren-Weltmeisterin von 1997, tritt zum ersten Mal an einer WM an. In den letzten Jahren war das schwedische Frauencurling fast ausschliesslich von der Rekordweltmeisterin Elisabet Gustafson (4 Titel) oder von Anette Norberg, der letztjährigen WM-Zweiten, vertreten worden.

(kil/sda)

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