Vierter Sieg in Serie für Curlerinnen

Schweizer Curlerinnen setzten Siegeszug fort

publiziert: Donnerstag, 14. Feb 2002 / 20:18 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Feb 2002 / 08:54 Uhr

Salt Lake City - Ogden - Den Schweizer Curlern mit Skip Andreas Schwaller ist gegen Schweden die Revanche für die Niederlagen in den Finals der Welt- und der Europameisterschaften im vergangenen Jahr geglückt. Für erfreuliche Nachrichten sorgten derweil auch die von Skip Luzia Ebnöther angeführten Schweizerinnen.

Skip Luzia Ebnöther bei der Steinabgabe: Vierter Sieg in Serie errungen.
Skip Luzia Ebnöther bei der Steinabgabe: Vierter Sieg in Serie errungen.
Nach zwei weiteren Erfolgen (7:5 gegen Norwegen, 8:7 gegen Japan) waren sie bis gestern Nacht nach vier Spielen unbesiegt, lagen zusammen mit Topfavorit Kanada an der Spitze. Sie dürfen sich allmählich mit Gedanken an die Halbfinal- Teilnahme anfreunden.

Das Männerteam von Biel-Touring GATE bezwang die Schweden und deren erfolgreichen Skip Peter Lindholm mit 8:7 und erreichte damit den dritten Sieg im vierten Spiel. Weder die amtierenden Welt-und Europameister noch die Schweizer vermochten restlos zu überzeugen, was aber in Anbetracht der grossen Bedeutung der Partie nicht erstaunlich war. Mit einer 5:3-Führung nach sechs Ends schienen die Bieler eine Vorentscheidung herbeigeführt zu haben, aber gleich im darauf folgenden End fingen sie ein Dreierhaus ein. Im 10. End mussten die Schweizer dann unbedingt zwei Steine schreiben, um nicht ohne Steinvorteil ins Zusatzend gehen zu müssen. Mit seinem letzten Versuch gelang Andreas Schwaller --nicht zum ersten Mal in Ogden -- ein ebensolcher «Big Shot», der die zwei Punkte ermöglichte. Die Bieler beendeten damit eine Serie von fünf Niederlagen an grossen Turnieren gegen das schwedische Team.

Erstmals in diesem Turnier brachte Teamcoach Roland Moser Ersatzmann Marco Ramstein zum Einsatz. Ramstein ersetzte auf der ihm angestammten Lead-Position Damian Grichting, der wie auch die Nummer 2 Markus Eggler noch nicht wunschgemäss aufgespielt hatte.

Für die Bernerinnen scheint der Stress im Finish einer Partie von Runde zu Runde und von Sieg zu Sieg abzunehmen. Hatten sie gegen Dänemark und Russland insgesamt drei Zusatzends bestreiten müssen, wurden sie mit den Norwegerinnen und den Japanerinnen über die «normalen» zehn Ends fertig. Ja, gegen Aussenseiter Japan brauchte Luzia Ebnöther ihren letzten Stein nicht einmal mehr zu spielen (weshalb das knappe Endergebnis von 8:7 letztlich täuscht). Ebnöther selbst ebnete den Weg zum Sieg im 8. End mit einem spektakulären Triple-Take-out, worauf die Schweizerinnen drei Steine «stahlen» und vorentscheidend 8:4 in Führung gingen.

Doppelt wichtig war der Sieg gegen Norwegen: Die Nordländerinnen sind als Halbfinal-Kandidatinnen einzustufen, auch wenn ihr renommierter Skip Dordi Nordby (Weltmeisterin 1990 und 1991, zuletzt Europameisterin 1999 und 2000) den Zenit ihrer Laufbahn mit Sicherheit überschritten hat. Im 4. End dieser Partie fingen die Schweizerinnen zum ersten und bis gestern einzigen Mal ein Dreierhaus des Gegners ein. Davon liessen sie sich jedoch nicht beirren und antworteten prompt mit einem Zweier im 5. End.

Um direkt (ohne Tie-break-Partien) die Halbfinals und damit die Medaillenspiele zu erreichen, benötigen die Schweizerinnen aus den fünf verbleibenden Vorrunden-Partien voraussichtlich noch zwei Siege. Es warten allerdings noch so schwierige Gegner wie Kanada und die routinerten Rekord-Weltmeisterinnen aus Schweden.

Hammy McMillan nur Zuschauer

Dem legendären schottischen Skip Hammy McMillan (Welt- und Europameister 1999) waren drei Niederlagen zu Beginn des Olympia-Turniers zuviel. In der Partie gegen die zuvor noch ungeschlagenen Deutschen (Sebastian Stock) übergab er das Skip-Amt seiner Nummer 3 Warwick Smith und schaute nur zu. Prompt siegten die Briten 7:6 -- trotz eines 0:3-Rückstands nach dem 1. End.

(kil/sda)

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