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Schweizer Fussball-Nationalmannschaft im Trainingslager:

Schweizer Fussball-Nati hofft auf den Geist von Oman

publiziert: Dienstag, 15. Feb 2000 / 15:49 Uhr

Oman - Ohne den künftigen -- noch unbekannten -- Coach, dafür mit Interimstrainer Hanspeter Zaugg als verantwortlichem Chef reist die Schweizer Nationalmannschaft am Mittwoch ins achttägige Trainingslager nach Oman. Und hofft, dass der berühmte Geist von Oman wieder auflebt.

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Si. Auf der arabischen Halbinsel finden am Samstag (17 Uhr MEZ) gegen Gastgeber Oman und am Mittwoch, 23. Februar (16 Uhr MEZ), gegen die Vereinigten Arabischen Emirate zwei offizielle Länderspiele statt.
Als «Geist von Oman» wurde sie vor einem Jahr gefeiert, die neue, positive Stimmung rund um die Schweizer Nationalmannschaft. Mit zwei Siegen gegen Slowenien (2:0) und Oman (2:1) kehrte das Team um Coach Gilbert Gress mit gestärktem Selbstvertrauen und viel Zuversicht aus dem Trainingscamp in Oman zurück. Die Serie von sieben Länderspielen ohne Sieg unter Gress war zu Ende. Und auf die Niederlage in St. Gallen gegen Österreich (2:4) folgten danach die Siege über Weissrussland (1:0) und Wales (2:0) sowie das Heimremis gegen Italien (0:0) in der EM-Qualifikation.

Oman vor einem Jahr schien der Auftakt zu einer neuen Erfolgsstory der Schweizer Nationalmannschaft zu sein. Doch nach der Sommerpause war dieser Elan aufgebraucht. Es folgten die Niederlagen gegen Tschechien (0:3) und in der EM-Qualifikation in Dänemark (1:2), was die Euphorie wieder dämpfte. Die Qualifikation für die EM im Juni in Belgien und Holland wurde um einen winzigen Punkt oder nur um ein Tor im «richtigen Spiel» verpasst.
In Oman erfolgt morgen der neue Start zu einem Abenteuer, das im Herbst 2001 mit der Qualifikation für die WM 2002 in Japan und Südkorea belohnt werden soll. Zuletzt war das Team vor vier Monaten beim 2:0-Auswärtserfolg in Wales beisammen. «Es ist höchste Zeit, dass sich die Nationalspieler wieder einmal sehen», nennt Zaugg einen Hauptzweck dieses Camps, das allerdings mitten in die Vorbereitungsphase der Schweizer NLA-Vereine und in die Meisterschaftsphase der zahlreichen Schweizer Söldner fällt.

Trotz dieser Hindernisse stiess Zaugg bei den in Frage kommenden Klubs und auch bei den Spielern auf wenig Gegenwehr für dieses Trainingscamp im rund 25 Grad warmen Oman. 20 Spieler stehen im Aufgebot, unter ihnen die im Ausland engagierten Ciriaco Sforza (Kaiserslautern), Stéphane Henchoz (Liverpool), Alexandre Comisetti (Auxerre), David Sesa (Lecce) und Johann Vogel (Eindhoven). Absagen erhielt Zaugg vom verletzten Bremer Raphaël Wicky (Rückenprobleme), dem rekonvaleszenten Grasshopper Patrick Müller und nachträglich auch von Stéphane Chapuisat (Adduktoren) und Kubilay Türkyilmaz (Achillessehne). Alledings stossen alle Söldner erst später und gestaffelt zur Mannschaft.

Zaugg ermöglicht es dafür drei Neulingen, erstmals A- Nationalmannschafts-Luft zu schnuppern. Andres Gerber (27, Lausanne), Hakan Yakin (23, GC) und Léonard Thurre (23, Servette) haben vom langjährigen Assistenten der früheren Nationaltrainer Roy Hodgson, Artur Jorge, Rolf Fringer und Gilbert Gress ihr erstes Aufgebot erhalten.
Im Sultanat Oman will Zaugg in rund zehn Trainingseinheiten und den beiden Länderspielen gegen Oman und die VAE die Basis legen für die nächsten schweren Testspiele gegen Norwegen (29. März in Lugano) und Deutschland (26. April in Kaiserslautern). Ob Zaugg dann noch Nationalcoach sein wird, ist ungewiss. Die Evaluation eines Gress-Nachfolgers unter den drei Top-Kandidaten Enzo Trossero, Nevio Scala und Johann Neeskens müsste eigentlich bis dann abgeschlossen sein.
Bis Anfang Sommer muss das Gerippe für die rund einjährige WM- Kampagne mit den Gegnern Russland, Jugoslawien, Slowenien, Färöer und Luxemburg stehen. Der Auftakt hiezu erfolgt am 2. September mit dem Heimspiel gegen die Russen.

In Oman bietet sich Zaugg auch Gelegenheit zur Beobachtung von WM-Qualifikationsgegner Slowenien. Die Slowenen treffen jeweils im «Vorspiel» der Schweizer Begegnungen auf die Vereinigten Arabischen Emirate (Mittwoch) und Oman (Samstag). Auf ein direktes Aufeinandertreffen wird jedoch verzichtet.

(ba/sda)

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