CS-Jugendbarometer

Schweizer Jugendliche sind mit der Politik weitgehend zufrieden

publiziert: Donnerstag, 31. Okt 2013 / 15:30 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 31. Okt 2013 / 15:49 Uhr
Die Jugendlichen sind optimistisch eingestellt und sehen kaum politischen Reformbedarf. (Archivbild)
Die Jugendlichen sind optimistisch eingestellt und sehen kaum politischen Reformbedarf. (Archivbild)

Zürich - Die Schweizer Jugend präsentiert sich beim neusten Credit-Suisse-Jugendbarometer im internationalen Vergleich als Sonderfall. Sie ist optimistischer eingestellt und sieht kaum politischen Reformbedarf.

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Befragt wurden je 1000 16- bis 25-Jährige aus der Schweiz, den USA, Brasilien und Singapur. Die diesjährigen Resultate seien geprägt von der jeweiligen nationalen Wirtschaftslage und den zum Teil unsicheren Berufsaussichten, schreibt die Credit Suisse (CS) am Donnerstag in einer Mitteilung zum Jugendbarometer 2013.

Der Beruf bleibe die zentrale Orientierungsgrösse im Leben der Jugendlichen in den vier Ländern. Wenig überraschend zähle auch die Arbeitslosigkeit überall zu den am meisten genannten Sorgen der Jugendlichen.

Die persönliche Berufskarriere und das Streben nach Sicherheit steht bei allen im Vordergrund. Schule und Bildung seien «enorm wichtig», lebenslange Weiterbildung für die Generation unerlässlich.

Die jungen Leute sind der Meinung, dass grundsätzlich jene, die keine Freude am Beruf haben, ihn wechseln sollten, und wer ihn gerne macht, auch Erfolg hat. In den USA, Brasilien und Singapur würden diese Vorstellungen allerdings durch die Arbeitsmarktrealitäten durchkreuzt: Die Mehrheit findet, man müsse froh sein, überhaupt einen Job zu haben.

Eigene Träume verwirklichen

Einmalig präsentiert sich gemäss Jugendbarometer die Situation in der Schweiz mit ihrer wirtschaftlichen Stabilität, dem dualen Bildungssystem und der vergleichsweise tiefen Jugendarbeitslosigkeit. In der Schweiz sind deutlich mehr Befragte als in den anderen Ländern mit ihrer beruflichen Situation glücklich.

Die Schweizer Jugendlichen schätzen ihre Chancen, die eigenen Träume zu verwirklichen, weiterhin ausserordentlich hoch ein. Der Beruf und die Ausbildung in dieser Phase geniessen eine sehr hohe und tendenziell wachsende Bedeutung. Der Mainstream der Schweizer Jugendlichen bleibt stark an der Familie und den Freunden orientiert.

In der Schweiz sind gemäss CS-Mitteilung bei der Jugend keine Anzeichen einer Auflehnung im politischen Sinn erkennbar. Erstmals sei mehr als die Hälfte der Jugendlichen der Ansicht, dass die Politik von Regierung und Verwaltung in den entscheidenden Dingen selten versage.

Steigenden Problemdruck sehen die Jugendlichen beim Thema Ausländerinnen und Ausländer, deren Integration und der Personenfreizügigkeit. Wie in den Vorjahren gehören auch die Arbeitsvorsorge und die Arbeitslosigkeit zu den wichtigsten Themen.

Schweizer Jugend strebt nach Selbstverwirklichung

Die Schweizer Jugendlichen streben im Vergleich zu den Altersgenossen der anderen Länder stärker nach immaterieller Selbstverwirklichung und weniger nach öffentlicher Anerkennung. Unverändert wichtig ist ihnen, ihre eigenen Träume zu verwirklichen und Freizeit und Beruf im Gleichgewicht zu halten.

In Brasilien ist ein starker Wille zum sozialen Aufstieg über den Beruf feststellbar. Eine grosse Rolle spielt auch die Religion. Innenpolitische Spannungen dürften den Stolz der brasilianischen Jugend auf das eigenen Land beeinträchtigt haben, schreibt die CS.

Bezogen auf das Land und die eigene Zukunft sind die Jugendlichen in den USA weniger zuversichtlich als in den Vorjahren. Sie schätzen das Ansehen der USA im Ausland als eher gering ein, sind aber mehrheitlich stolz auf das eigene Land.

Das Lebensgefühl der Jugend in Singapur ist geprägt von Konformität und Leistungswille sowie Respekt vor dem eigenen Land. Bezüglich ihrer eigenen Zukunft äussern sich die jungen Singapurerinnen und Singapurer weniger optimistisch als die Jugendlichen in den anderen drei Ländern.

(ig/sda)

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