Olympia Ski nordisch: Langlauf Männer Staffel
Schweizer Männer-Staffel nur auf Platz 10
publiziert: Sonntag, 17. Feb 2002 / 20:32 Uhr

Soldier Hollow - Die Schweizer erreichten den 10. Platz, womit sie die Zielsetzung verfehlten. Norwegen bleibt die Langlauf-Nation Nummer 1. In einer spektakulären Männer-Staffel über 4 x 10 km hat Schlussläufer Thomas Alsgaard Italiens Cristian Zorzi im Spurt geschlagen. Deutschland belegte wie schon an der letzten WM in Lahti (Fi) den 3. Platz.

Schon nach den ersten 5 km war klar, dass es den Schweizern nicht gelingen würde, den 6. Rang von Nagano zu bestätigen. Startläufer Wilhelm Aschwanden verfügte über einen teilweise «spitzen» Ski, lief verkrampft und übersäuerte zudem beim geringsten Forcing. Mit 1:27,5 Minuten Rückstand nach den ersten 10 km und der zwölften Position beim ersten Wechsel konnten keine Wunder mehr erwartet werden.

Bei Olympischen Winterspielen traditionsreiche Langlauf-Nationen wie Finnland (11.) oder gar Schweden (13.) hinter sich zu lassen, dürfte einem Schweizer Quartett nicht so oft widerfahren. In Soldier Hollow bestätigte sich, dass Helvetiens Langläufer guten Durchschnitt darstellen und dass die beiden Athleten mit dem grössten Potenzial einen ausserordentlich guten Tag benötigen, um eine Spitzenklassierung zu erzielen. Mit der achten Abschnittszeit brachte Reto Burgermeister die Schweiz auf den 10. Platz. Patrick Mächler (13. Zeit) und Gion Andrea Bundi (9. Zeit) vermochten diese Position bis am Schluss zu behaupten.

An der WM 1997 in Trondheim stellte die Schweiz keine Staffel. Zwei Jahre vorher in Thunder Bay (Ka) hatte der 12. Rang resultiert. Seither waren die Staffel-Ergebnisse stets besser ausgefallen als nun in Soldier Hollow. Es muss allerdings daran erinnert werden, dass alleine schon die Qualifikation für diese Olympischen Winterspiele weit harziger als erwartet vonstatten ging und beim 8. Platz in Davos, der das Olympia-Ticket bedeutete, einiges Glück mit im Spiel war.

Alsgaard erneut Gold-Garant

Wie schon vor vier Jahren in Nagano und vor acht Jahren in Lillehammer mündete der Schlussabschnitt in ein Duell zwischen Norwegen und Italien. In Lillehammer hatte Björn Dählie auf den letzten Metern gegen Silvio Fauner verloren. In Nagano gelang Thomas Alsgaard gegen Fauner die Revanche.

Auch in Soldier Hollow erwies sich Alsgaard als Matchwinner, und dies, obwohl ihm auf den letzten Kilometern mit Cristian Zorzi ein Athlet gegenüber stand, der über die grössere Endschnelligkeit verfügt. Doch Zorzi beging zwei Fehler, welche die Italiener wahrscheinlich die Goldmedaille kosteten. Erstens überliess er seinem Gegner sämtliche Führungsarbeit, und dann forderte er Alsgaard in der letzten langen Steigung mit einem Angriff heraus. Der Norweger zeigte sich darob erzürnt und fand damit jeglichen Grund, um seinem Konkurrenten den Meister zu zeigen.

«Auf der einen Seite bin ich glücklich, dass wir Silber gewonnen haben. Auf der anderen Seite bin ich nicht ganz zufrieden, weil Gold in Reichweite lag», meinte Zorzi, der am Mittwoch im Sprint zu den Favoriten zählt und der darauf hofft, dass Alsgaard an diesem für Olympia neuen Wettkampf nicht teilnehmen wird. «Nicht immer gewinnt der schnellste Langläufer, aber oft jener mit den frischesten Beinen», sagte Alsgaard. Mit dem Triumph der Norweger waren auch alle Diskussionen vom Tisch, weshalb der Biathlet Ole- Einar Björndalen und der routinierte Erling Jevne nicht aufgeboten waren. Sie hatten sich schlichtwegs innerhalb des Teams nicht qualifiziert.

Bei den Norwegern hatten Anders Aukland, Frode Estil und Kristen Skjeldal die Vorarbeit auf den ersten 30 km geleistet. Für Italien sorgten Fabio Maj, Giorgio di Centa und Pietro Piller Cottrer dafür, dass der Kontakt zu den Norskern nicht verloren ging.

Deutschland im Aufwind

Mit dem Gewinn der Bronzemedaille, die schon zu Beginn des Schlussabschnittes feststand, bestätigte Deutschland die Fortschritte, die vor zwei Jahren einsetzten und die mit der Übernahme der Chefposition durch Jochen Behle noch beschleunigt wurden. An der letzten WM in Lahti hatten die Deutschen effektiv den 4. Platz beletg, rückten aber nach der Disqualifikation der Finnen nach dem positiven Dopingtest von Janne Immonen auf Platz 3 vor. Diesmal liefen Jens Filbrich, Andreas Schlütter, Tobias Angerer und René Sommerfeldt auf der Loipe auf eine beeindruckende Art und Weise zur Bronzemedaille.

(kil/sda)

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