Mittelstand kommt auf keinen grünen Zweig

Schweizer Mittelstand strampelt im Hamsterrad

publiziert: Montag, 6. Dez 2010 / 13:20 Uhr
Der Schweizer Mittelstand komme seit 20 Jahren trotz aller Anstrengung nicht auf einen grünen Zweig, so der Verband Angestellte Schweiz. (Symbol)
Der Schweizer Mittelstand komme seit 20 Jahren trotz aller Anstrengung nicht auf einen grünen Zweig, so der Verband Angestellte Schweiz. (Symbol)

Zürich - Der Schweizer Mittelstand komme seit 20 Jahren trotz aller Anstrengung nicht auf einen grünen Zweig; die Politik müsse sich jetzt ihm zuwenden. Dies forderte Stefan Studer, Geschäftsführer des Verbandes Angestellte Schweiz, am Montag in Zürich vor den Medien.

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Der Mittelstand strample sich ab «wie ein Hamster im Rad», sagte Studer. Während einerseits die Einkommen seit Jahren weitgehend stagnierten, stiegen anderseits die Abgaben und Gebühren. Es sei höchste Zeit, dass sich Arbeitgeber und Politik vermehrt dem Mittelstand als dem tragenden Element der Wirtschaft zuwandten.

Konkret fordert Angestellte Schweiz eine bessere Entlöhnung vor allem von Berufseinsteigern. An die Adresse der Politik geht die Forderung, den Mittelstand finanziell zu entlasten: Steuern und Gebühren seien zu senken - zu Lasten der Reichen, die bisher vor allem entlastet worden seien.

«Mittelstand hat kein Gesicht»

Es sei typisch, dass es kaum Datenmaterial zur Situation des Mittelstandes gebe, sagte Studer. Obwohl dazu 60 Prozent der Haushalte gezählt würden, kümmere sich die Politik kaum um diese. Das sei unter anderem deshalb, weil es sich nicht um eine homogene Gruppe handle. «Der Mittelstand hat kein Gesicht», sagte Studer.

Dies will Angestellte Schweiz nun ändern. Er sei optimistisch, sagte Studer: Ein Wahljahr stehe vor der Tür. Da liege es im Interesse jeder Partei, diese Bevölkerungsmehrheit anzusprechen.

Was die politische Situation schwierig macht, ist laut Studer das Bemühen des Mittelstandes, sich gegen unten, also gegenüber den Einkommensschwachen, abzugrenzen. Man identifiziere sich eher in der Nähe der Reichen. Aus dieser «verdrehten Realität» heraus ergebe sich auch die Tendenz des Mittelstandes, bei Abstimmungen im Sinne der Einkommensstärkeren zu votieren.

(sl/sda)

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