Schweizer Reeder uneins über Einsatz gegen Piraten

publiziert: Sonntag, 28. Dez 2008 / 15:31 Uhr

Bern - Die Schweizer Reeder sind sich nicht über die geplante Militäraktion gegen Piraten im Golf von Aden einig. Der Einsatz von bewaffneten Schweizer Soldaten an Bord der Hochseeschiffe stösst auf Widerstand.

Die Reeder sind sich uneins, wie man die Schiffe am besten schützen könne.
Die Reeder sind sich uneins, wie man die Schiffe am besten schützen könne.
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Seeräuber hatten vorletzte Woche vor der Küste Somalias versucht, auch einen Schweizer Frachter zu kapern. Daraufhin bat der Verband Schweizerischer Seereeder den Bund um Schutz.

Derzeit wollen jedoch nur zwei von sechs Reedereien Soldaten auf ihren Schiffen, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) eine Information der «SonntagsZeitung» bestätigte.

Beteiligung nur mit eigenen Soldaten

Wenn sich die Schweiz jedoch an der EU-Mission «Atalanta» zum Schutz der Schiffe beteilige, müsse sie auch eigene Soldaten schicken, sagte Aussenministerin Micheline Calmy-Rey in einem Interview mit der Zeitung. Ein rein finanzielles Engagement an der Mission sei nicht möglich.

«Damit die EU und die UNO unsere Schiffe schützen, müssen wir uns militärisch an der Mission beteiligen», sagte die Bundesrätin. Ansonsten hätten Schweizer Schiffe «praktisch keine Chancen auf irgendwelchen Schutz».

Am 16. Dezember nahmen ein Schweizer Diplomat und ein Vertreter der Armee an einer Vorbereitungskonferenz für «Atalanta» im englischen Northwood teil. Die EU habe die Schweiz um eine Beteiligung an der Mission angefragt, bestätigte EDA-Sprecherin Nadine Olivieri einen Artikel in der «NZZ am Sonntag».

(tri/sda)

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