Schweizer WHO-Mitarbeiterin in Simbabwe getötet

publiziert: Mittwoch, 19. Jan 2005 / 14:28 Uhr

Genf - Eine Schweizer Angestellte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist in Simbabwe getötet worden. Eine Untersuchung der genauen Umstände ist im Gang, wie die WHO-Sprecherin Christine McNab in Genf sagte.

Die Bevölkerung in Simbabwe leidet an Armut und Hunger.
Die Bevölkerung in Simbabwe leidet an Armut und Hunger.
Sie bestätigte damit eine Meldung der Westschweizer Zeitung Le Matin. Die Behörden in Simbabwe führten die Untersuchung über den Tod der 30-jährigen schweizerisch-britischen Doppelbürgerin, deren Familie im Kanton Waadt lebt, sagte McNab weiter.

Die WHO-Mitarbeiterin sei am 10. Januar bei einem Überfall an einem Strassenrand getötet worden, führte die Sprecherin aus. Die WHO sei sehr schockiert.

Seit 2000 bei der WHO

Die Frau arbeitete seit April 2000 bei der WHO, wie der Direktor für das Programm zur Bekämpfung von Tuberkulose (TB), Mario Raviglione, in einem Nachruf schrieb. Nach einer Tätigkeit bei einer Nichtregierungsorganisation arbeitete sie ab 2002 bei der WHO in der Abteilung zur Tuberkulosebekämpfung. Seit August 2004 war sie in Harare, der Hauptstadt Simbabwes, tätig.

Ihre beruflichen und persönlichen Qualitäten waren sofort erkennbar. Selbst in der schwierigsten Situation hatte sie die Kraft, ruhig und kompetent zu bleiben, schrieb Raviglione. Ihre Fähigkeiten bestimmten sie zu einer künftigen Leiterin des weltweiten TB-Programms.

(rp/sda)

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