Nach dem Terrorakt

Schweizer stornieren ihre Paris-Reise

publiziert: Montag, 16. Nov 2015 / 12:26 Uhr
Nach den Anschlägen vom Freitagabend haben viele Schweizer die gebuchte Paris-Reise storniert. (Symbolbild)
Nach den Anschlägen vom Freitagabend haben viele Schweizer die gebuchte Paris-Reise storniert. (Symbolbild)

Bern/Paris - Nach den Anschlägen vom Freitagabend haben viele Schweizer die gebuchte Paris-Reise storniert. Ob aus Angst oder weil ihnen ein Paris-Trip nun taktlos erscheint - die Gratis-Annullations-Angebote von Tui Suisse, Hotelplan Suisse und Kuoni wurden rege genutzt.

5 Meldungen im Zusammenhang
Kunden aller drei Reiseanbieter konnten ihre Paris-Reisen kostenlos annullieren oder umbuchen. Bei Hotelplan Suisse und Kuoni gilt das Angebot für Personen mit Abreise bis und mit Dienstag. Tui Suisse hat die Frist bis und mit Freitag angesetzt.

Auch die SBB, die praktisch stündlich direkte oder indirekte Verbindungen von der Schweiz nach Paris anbieten, zeigen sich kulant: «Bis auf Weiteres können Kunden alle Billette nach Paris zurückgeben und wir erstatten den Kaufpreis zurück, sagte Sprecher Reto Schärli der Nachrichtenagentur sda. Wie viele Personen das bereits getan haben, konnte er nicht sagen.

Nicht Hauptsaison

Bei Tui Suisse haben alle Kunden mit Abreise von Samstag bis Montag ihre Reise umgebucht oder annulliert. Allerdings seien das nicht sehr viele, da derzeit nicht Hauptsaison sei, sagte Sprecher Roland Schmid.

Bei Hotelplan hatten 32 Kunden eine Paris-Reise mit Abreise bis und mit Dienstag geplant. 19 - und damit fast zwei Drittel - haben die Reise storniert oder umgebucht, wie Sprecherin Anja Dobes sagte.

Auch bei Kuoni, zu der der Städtereisespezialist Railtour gehört, gab es Annullationen, wie Sprecher Marcel Schlatter sagte. Allerdings nur wenige, da der November für Städtereisen in Europa nicht beliebt sei.

Dennoch weilten auch am letzten Wochenende zahlreiche Schweizer in Paris in den Ferien. Viele reisten vorzeitig ab. Von den Railtour-Kunden trat etwa die Hälfte die Heimreise früher an als geplant, wie Sprecherin Liliane Rotzetter mitteilte.

Verunsicherung

Auch manche Schweizer, die erst in den nächsten Wochen oder Monaten nach Paris reisen wollten, scheinen verunsichert: »Viele Kunden erkundigen sich nach unserer Empfehlung sowie nach den Konditionen einer Annullation oder Umbuchung auf eine andere Destination; teilweise sogar für Abreisen im Januar«, teilte Rotzetter von Railtour mit.

Das Aussendepartement (EDA) rät nicht von Reisen nach Paris ab. In der Stadt selbst bemüht man sich, dass alles baldmöglichst wieder normal funktioniert. Viele Museen und Einkaufszentren sind ab Dienstag wieder geöffnet. Das Disneyland soll ab Mittwoch wieder offen sein.

Man appelliere an die Kunden, sich von den unmenschlichen Taten nicht einschüchtern, zurückbinden und terrorisieren zu lassen, teilte Rotzetter von Railtour mit. Es sei wünschenswert, dass die Besucher in Paris nun nicht ausblieben.

(cam/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - Frankreich will nach den ... mehr lesen
Frankreich hofft auf die Hilfe der EU.
Die G20-Staaten möchten dem Terrorismus den Geldhahn zudrehen.
Belek - Trotz Differenzen über den ... mehr lesen
Paris/Brüssel - Mehr Luftschläge, mehr Verbündete, mehr Sicherheitskräfte, ... mehr lesen 1
Schweizer Zeitungen fragen sich wie stark die Überwachung ausgebaut werden muss.
Bern - Viele Schweizer Zeitungskommentare fordern nach den Pariser Anschlägen einen harten und koordinierten Kampf gegen die IS-Terroristen. In der Schweiz rückt die Frage ins Zentrum, wie ... mehr lesen
Paris/Berlin - Frankreich hat weniger als 48 Stunden nach der Terrorserie von ... mehr lesen
Jagdbomber warfen 20 Bomben auf IS-Stellungen ab.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Im Kurhaus Bergün wird auf charmante Weise Traditon und Moderne verknüpft.
Im Kurhaus Bergün wird auf charmante Weise Traditon und ...
Gastfreundschaft in historischem Jugendstil-Ambiente  Entspannter Komfort und familiäre Atmosphäre bilden im Kurhaus Bergün eine vollkommene Einheit. Wer historisches Flair und den Blick ins malerische Albula-Tal liebt, fühlt sich in diesem Hotel wohl. Dazu tragen nicht nur die stilechte Ausstattung und der Service bei, sondern natürlich auch die vielfältigen Möglichkeiten der aktiven Erholung in der Region. mehr lesen 
Das Hotel Stern und Post an der Autobahn-Ausfahrt Amsteg in der Innerschweiz kann auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken. Noch heute lädt das Hotel mit seinen malerischen Zimmern und seiner wunderschönen Aussicht Gäste aus der ganzen Welt ein und überzeugt durch einen einzigartigen Service. Hier finden Tradition und Moderne zusammen und sorgen für das Wohlbefinden der Gäste. mehr lesen  
Publinews Der nächste Sommer steht bereits vor der Türe und dementsprechend auch der kommende Sommerurlaub. Haben Sie sich hierfür bereits ein ... mehr lesen  
Erkunden Sie die Heimat mit dem E-Bike!
Heute Strand, morgen Sightseeing - an der Ostsee kein Problem.
Publinews Neun Länder haben den direkten Zugang zur Ostsee, dazu zählen Polen, Litauen, Lettland, Estland, Russland, Finnland, Schweden, ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 10°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Basel 11°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
St. Gallen 11°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Bern 10°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Luzern 12°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen gewitterhaft
Genf 12°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Lugano 17°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten