Schweizer wollen Komplementärmedizin
publiziert: Donnerstag, 4. Sep 2008 / 11:50 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Sep 2008 / 12:39 Uhr

Bern - Käme die Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» heute zur Abstimmung, würde sie deutlich angenommen: 81 Prozent der Schweizer Bevölkerung möchten, dass die Komplementärmedizin wieder in die Krankengrundversicherung aufgenommen wird.

Komplementärmedizin im Katalog der Krankenkassen trägt nicht der Kostensenkung bei, so santesuisse.
Komplementärmedizin im Katalog der Krankenkassen trägt nicht der Kostensenkung bei, so santesuisse.
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Dies zeigt die in Bern vorgestellte Umfrage «sondage santé» des Krankenversicherungsverbands santésuisse. Das Eidgenössische Departement des Innern hatte auf den 1. Juli 2005 Homöopathie, Anthroposophische Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin, Phytotherapie und Neuraltherapie in die Zusatzversicherung verbannt.

Die Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» war vorsorglich bereits im Herbst 2004 von einem breit abgestützten und nicht parteigebundenen Komitee lanciert worden, als sich eine Streichung komplementärmedizinischer Methoden aus der obligatorischen Grundversicherung abzeichnete.

Eingereicht wurde die Initiative Mitte September 2005 mit gegen 140'000 Unterschriften. Bundesrat, Nationalrat und Ständerat lehnen sie ab. Noch ist offen, ob die Volksinitiative mit einem direkten oder einem indirekten Gegenvorschlag konfrontiert wird. Die Gesundheitskommissionen der beiden Räte sind sich darüber uneinig.

Der Krankenkassenverband santésuisse selber hat konkret zur Komplementärmedizin nie Stellung bezogen. Er hat aber verlauten lassen, dass die «Nicht-Ausweitung von Grundleistungen» den Versichereren willkommen sei.

In der aktuellen Umfrage von santésuisse gaben im Übrigen 20 Prozent der Befragten an, ihre Krankenkassenprämie sei zu hoch für ihre Verhältnisse. 2004 waren es noch 34 Prozent gewesen. Dazu hält santésuisse fest, die prosperierende Wirtschaft der letzten Jahre entfalte offenbar ihre Wirkung.

(fest/sda)

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