Schwule Migranten haben einen schweren Stand
publiziert: Sonntag, 16. Mai 2010 / 12:14 Uhr / aktualisiert: Montag, 17. Mai 2010 / 21:59 Uhr

Bern - Schwule und lesbische Einwanderer leiden in der Schweiz gemäss der Homosexuellen-Organisation PINK CROSS stark unter den Repressalien ihrer Familien. Für viele Eltern aus dem Balkan, der Türkei oder dem Nahen Osten sei ein homosexuelles Kind eine «Familienschande».

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Bemühungen, etwas gegen diese Haltung zu unternehmen, hätten es ebenfalls schwer, schreibt die Organisation in einer Mitteilung zum Internationalen Tag gegen Schwulenfeindlichkeit vom Montag.

So hätten sich die Berner Verkehrsbetriebe BernMobil geweigert, Plakate in serbischer, türkischer oder arabischer Sprache in ihren Fahrzeugen auszuhängen. Diese könnten Ausländer provozieren, so die Begründung.

BernMobil-Sprecherin Annegret Hewlett bestätigte dies auf Anfrage. Akzeptiert habe BernMobil aber die Plakate in den Landessprachen und in Englisch. Die Plakate tragen den Slogan «Mein Sohn ist schwul. Warum sollte ich ihn deshalb weniger lieben?»

Unangenehmes Bekenntnis

Für PINK CROSS zeugt das Beispiel aus Bern von einer anhaltenden Diskriminierung von Schwulen und Lesben. In vielen Lebensbereichen seien sie noch immer Anfeindungen und Benachteiligungen ausgesetzt.

Obwohl sich in den letzten Jahren viel verbessert habe, gebe es immer noch Sphären, in denen «das Bekenntnis zur Homosexualität das Karriereende» bedeute - beispielsweise im Fussball. Während es zwar homosexuelle Fanclubs gebe, warte die Öffentlichkeit noch immer auf Spitzensportler, die offen schwul lebten, stellt PINK CROSS fest.

Der 17. Mai gilt seit dem Jahr 1990 als Tag der Homophobie, weil an diesem Tag die Weltgesundheitsorganisation WHO Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen hat.

(bert/sda)

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