48 Mordfälle untersucht

Sechs «Facebook-Killer»-Typen identifiziert

publiziert: Donnerstag, 6. Nov 2014 / 09:26 Uhr
Nicht Facebook trifft die Schuld.
Nicht Facebook trifft die Schuld.

Birmingham - Forscher der Birmingham City University haben bei der Analyse aus einem weltweiten Sample von 48 Morden, bei denen Facebook eine Rolle gespielt hat, sechs Mördertypen identifiziert: Reagierer, Spitzel, Antagonisten, Fantasten, Räuber und Betrüger.

6 Meldungen im Zusammenhang
Der Reagierer ist zielstrebig. Sieht er etwas auf Facebook, was ihn wütend macht, so reagiert er dementsprechend gewalttätig - so wie Wayne Forrester, der seine Ex-Frau Emma 2008 tötete, nachdem er ihre Facebook-Posts gelesen hatte, in denen sie nach deren Trennung schrieb, nun andere Männer kennenlernen zu wollen.

Der Informant verwendet die Plattform, um den geplanten Mord zu verkünden oder den ausgeführten Mord zu posten. Der Antagonist ist auf der Plattform feindlich gesinnt, was dann zu realer Gewalt ausarten kann. Für Fantasten verschwimmt die Grenze zwischen Fantasie und Realität. Eine Mordtat kann demnach eine Möglichkeit darstellen, die Fantasie aufrechtzuerhalten oder die anderen davor zu hindern, den Schwindel aufzudecken.

Der Räuber wiederum kreiert ein Fake-Profil, um ein Opfer zu ködern und es offline zu treffen. Ein Betrüger postet auf Facebook im Namen einer anderen Person, wie zum Beispiel im Namen des Opfers. Das könnte das Opfer selbst sein, um damit die Illusion zu kreieren, dass es noch immer am Leben ist.

Plattform trifft keine Schuld

Grundsätzlich wollten die Forscher herausfinden, ob sich Mordfälle, die mit Facebook in Verbindung stehen, von den restlichen Bluttaten unterscheiden. Unterschiedliche Charakteristiken gab es dabei im Altersprofil. Täter als auch Opfer waren jünger. Frauen als Opfer sind im Vergleich zur Gesamtheit der Bluttaten überrepräsentiert.

Mörder, die Facebook für ihre Taten nutzten, begingen zum höheren Prozentsatz Suizid. Forschungsleiterin Elizabeth Yardley will aber nichts von einem Terminus wie «Facebook-Mörder» wissen. «Facebook ist nicht mehr oder weniger die Schuld an solchen Mordfällen zu geben, wie ein Messer schuld am Erstechen hat. Es sind die Intentionen der Menschen, die diese Werkzeuge verwenden, die wir in Augenschein nehmen müssen.»

(bert/pte)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Die Staatsanwaltschaft hatte jeweils fünf Jahre Haft gefordert. (Symbolbild)
Amsterdam - Eine 15-Jährige musste sterben, weil sie ein Gerücht auf Facebook verbreitete. Die beleidigte Freundin plante den Mord gemeinsam mit ihrem Freund. «Kalt ... mehr lesen
Facebook Die 18-jährige Australierin Nona B. ... mehr lesen
Mit einem Tier-Pflegekurs wurde das Opfer in eine Falle gelockt.
Social Media In Grossbritannien gab sich ein Sexualstraftäter als Teenager auf Facebook aus und ermordete ein 17-jähriges Mädchen. Dies sorgt für grosse Diskussionen in Grossbritannien. Man überlegt sich, eine Beschränkung für Kriminelle einzuführen. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Social Media London - Das Foto seines Nebenbuhlers im Internet hat einen verschmähten Liebhaber aus der Karibik so in Rage gebracht, dass er sich in ein Flugzeug nach London setzte und dort seine Ex-Freundin ermordete. Am Freitag wurde der Mann in London wegen Mordes verurteilt. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Werden Menschen in den USA jetzt besser vor zielgerichteter Werbung geschützt?
Werden Menschen in den USA jetzt besser ...
Demokraten bringen Gesetzentwurf ein  Politiker der Demokratischen Partei haben in den USA einen neuen Gesetzentwurf eingebracht, der die Nutzung zielgerichteter digitaler Werbung auf Werbemärkten (Targeted Advertising) verbieten würde, die von Plattformen wie Facebook, Google und anderen Datenmaklern mit grossen Gewinnen betrieben werden. mehr lesen 
Google ist nicht mehr die am meisten aufgerufene Webseite: Im letzten Jahr verzeichnete die chinesische Social-Media-Plattform TikTok mehr Besuche als die Suchmaschine Google des US-Konzerns Alphabet. mehr lesen  
Social Media Schuldeintreiber in der USA dürfen seit kurzem auch säumige Schuldner per Social Media kontaktieren. Ein entsprechendes Gesetz des Consumer Financial Protection Bureau ist diese Woche in Kraft getreten. Betroffen sind Millionen US-Bürger, einer Umfrage zufolge sollen im Jahre 2017 über 70 Mio. US-Amerikaner von Inkassobüros kontaktiert worden sein. mehr lesen  
Die Kosmetikmarke Lush hat nach eigenen Angaben «endgültig genug» von Facebook, Instagram, TikTok und Snapchat. mehr lesen
Die Produkte von Lush sind eigentlich wie für den Feed einer durchschnittlichen Instagram-Userin gemacht.
Mit der nächsten Generation eines VR-Handschuhs sollen virtuelle Welten im Metaverse greifbar werden.
eGadgets Virtual reality: Der VR-Handschuh aus dem 3D-Drucker Gemeinsam mit Experten der EPFL und der ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 5°C 6°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt bedeckt
Basel 6°C 7°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Hochnebel
St. Gallen 4°C 4°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
Bern 4°C 6°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Hochnebel
Luzern 5°C 6°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
Genf 4°C 8°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 4°C 8°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten