Segeln: Dean Barker gerät immer mehr unter Druck

publiziert: Dienstag, 18. Feb 2003 / 12:28 Uhr

(Si) In viel unterschiedlicherer Gemütsverfassung hätten die Vertreter beider Teams gestern nicht sein können. Hier die Alinghi, in der Gewissheit, dem America´s Cup einen weiteren grossen Schritt näher gekommen zu sein. Dort Team New Zealand voller Unsicherheit.

Alinghi fuehrt vor Team Neuseeland im dritten Rennen.
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Dean Barker war wie ein geprügelter Hund, als er sich den bohrenden Fragen der neuseeländischen Segeljournalisten stellte. Dem 29-Jährigen war es sichtlich unwohl in seiner Haut. Er rutschte immer wieder auf dem Stuhl hin und her, biss sich wiederholt auf die Oberlippe, und sein Blick irrte mehrheitlich in die Ferne, während die Lippen Antworten formulierten.

Für das Supertalent mit Legendenstatus seit dem 2. März 2000, dem Tag der letzten Regatta gegen Prada, war gestern ein harter Tag. Sein landesweiter Heiligenschein bröckelt mit dem Tempo eines mittleren Erdrutsches ab, viele sehen in Barker einen Hauptschuldigen für das aus einheimischer Sicht höchst ungemütliche Zwischenresultat. Zumindest gegen aussen bewahrte Barker aber die Contenance: "Sind sie denn der Meinung, dass ich mich selber vom Boot nehmen sollte?", stellte er einem besonders hartnäckigen Herrn eine Gegenfrage, die dieser unbeantwortet liess.

Innerlich aber müssen die Zweifel an Barker nagen. Es sind berechtigte Zweifel, denn in den bisherigen drei Regatten erleichterte sein Team der Alinghi die Aufgabe mit einigen gravierenden Fehlern massiv. Zumindest aus Sicht der Neuseeländer könnte es auch umgekehrt 3:0 stehen, wenn Barker und Co. mehr Kaltschnäuzigkeit gezeigt hätten. "Wir müssen einfach unsere Anzahl an Fehlern reduzieren", sagt Barker denn auch zu Recht. Auch gestern unterstützten sie die Alinghi. "Wir waren uns bezüglich der Aussagen zum Wetter nicht einig", musste Barker leicht genervt gestehen, "und mussten dann während des gesamten Rennens der Alinghi hinterherjagen. Und wenn man im Rückstand liegt, wird es besonders gefährlich."

Im Schweizer Lager herrschte hingegen natürlich eitel Sonnenschein. Die multikulturelle Truppe verliess den "Viaduct Harbour" in der Gewissheit, einen weiteren "good day at the office" abgeliefert zu haben, zu dem nicht nur das Segelteam seinen Teil beigesteuert hatte. Wetter-Kooridnator John Bilger erläutert den zeitlichen Ablauf: "12 Minuten vor dem Start sah alles nach einem Winddreher von links aus. Zwei Minuten später war die Lage ausgeglichen und weitere drei Minuten danach drehte der Wind auf die rechte Seite." Zufrieden war auch Taktiker Brad Butterworth: "Mit 3:0 haben wir einen schönen Vorsprung. Jetzt sollte es für uns einfacher werden. Aber Achtung, wir sind noch lange nicht perfekt."

(bert/sda)

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