«Sehr prekäre Lage» für Zivilisten im Kampfgebiet Sri Lankas
publiziert: Dienstag, 10. Feb 2009 / 12:27 Uhr

Batticaloa - Das Kinderhilfswerk Terre des hommes hat die «sehr prekäre Lage» für die Zivilisten im umkämpften Norden Sri Lankas angeprangert. Bis zu 250'000 Menschen sind zwischen Regierungstruppen und LTTE-Rebellen eingeschlossen und kämpfen um ihr Überleben.

Die Menschen sind in der Vergangenheit schon acht-, neunmal vor Kriegswirren geflüchtet.
Die Menschen sind in der Vergangenheit schon acht-, neunmal vor Kriegswirren geflüchtet.
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«Diese Menschen sind in der Vergangenheit schon acht-, neunmal vor Kriegswirren geflüchtet, sie besitzen nichts mehr und hausen in den Wäldern», sagte der TdH-Delegierte Reinhard Fichtl in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur SDA.

Medizinische Versorgung gebe es kaum, und den Hilfsorganisationen werde der Zugang zum Krisengebiet weiterhin untersagt. «Dabei würden wir das Gebiet bestens kennen und wären jederzeit innert Kürze dort, wenn uns die Regierung das erlauben würde», sagte Fichtl, der sich in Batticaloa im Osten der Insel aufhält.

Terre des Hommes ist mit 430 Mitarbeitenden in Sri Lanka eine der grössten Nichtregierungsorganisationen (NGO) vor Ort. Sie kümmert sich um die Gesundheit von 30'000 häufig mangelernährten Kindern sowie um die psychosoziale Betreuung von 7000 oft kriegstraumatisierten Kindern.

Die Hände gebunden

«Doch im Norden sind auch uns die Hände gebunden», kritisierte Fichtl, den immer wieder Berichte über verletzte und getötete Zivilisten im Kampfgebiet erreichen. «Gerade erst am Dienstag wurden wir über ein Massaker informiert, bei dem 27 Zivilisten erschossen und 65 verletzt wurden.»

Wer dafür die Verantwortung trage, sei offen. «Jeder verdächtigt jeden.» Manche vermuteten die Rebellenorganisation LTTE hinter dem Massaker - die Tamil Tigers sollen demnach Leute exekutiert haben, denen sie Verrat vorwarfen. Ein anderes Gerücht gehe davon aus, dass es sich um eine verdeckte Operation der Regierungstruppen handelte.

(smw/sda)

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