Serena Williams - Die neue Leaderin der WTA-Tour

publiziert: Samstag, 31. Jan 2009 / 12:29 Uhr / aktualisiert: Freitag, 22. Mai 2009 / 14:03 Uhr

Wie im letzten September am US Open hat Serena Williams einen Doppelschlag gelandet. Die als Nummer 2 gesetzte Amerikanerin gewann den Australian-Open-Final mit 6:0, 6:3 gegen Dinara Safina (Russ/3) und löst dadurch Jelena Jankovic als Weltnummer 1 ab.

Jetzt Nummer 1: Serena Williams.
Jetzt Nummer 1: Serena Williams.
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Die 59 Minuten dauernde Partie war einer der einseitigeren Finals in der jüngeren Major-Geschichte: Während Williams wie meistens in den grossen Partien bereit war, lief die Partie völlig an Safina vorbei. Nach 59 Minuten wies die Statistik ein Punkteverhältnis von 58:28 aus. Der minime Hoffnungsschimmer nach dem Servicedurchbruch zum 1:0 im zweiten Satz verrauchte innert Minutenfrist wieder, als Williams vier Games in Serie gewann.

«Danke Dinara, dass du mir heute geholfen hast, eine grosse Show für das Frauentennis zu bieten», fand Williams tröstende, angesichts der mediokren Matchqualität aber auch etwas unpassende Worte. Jene Zuschauer, die kein Ticket erstanden hatten, brauchten sich jedenfalls nicht zu grämen.

Neben dem Platz ein wenig seltsam

Neben dem Platz hat Williams in diesen zwei Wochen nicht immer überzeugt: Das Turnier hatte sie auf ihrer Homepage mit einem seltsamen Video eingeläutet, auf dem sie einen Hotdog verzehrte und später waren ihre Aussagen nicht immer ganz logisch.

Auf dem Platz war sie aber stets da: Sie hat ihren zehnten Major-Titel eingespielt und in Melbourne die Tradition der ungeraden Jahre fortgeführt, nachdem sie bereits 2003, 2005 und 2007 trumphiert hatte. Wie bei ihren Triumphen zuvor war es kein Spaziergang. Im Achtelfinal lag sie gegen Victoria Asarenka (WRuss/13) mit einem Satz im Rückstand, als die Teenagerin aufgeben musste und in der nächsten Runde fehlte Swetlana Kusnezowa bei 7:5, 5:3 nur noch ein Game zum Sieg.

Von Henins Rücktritt profitiert

Am Schluss jubelte aber wieder die Powerspielerin mit dem unerschütterlichen Siegesglauben. Sie kristallisiert sich damit immer mehr als klarere Leaderin der WTA-Tour heraus, die nach dem Rücktritt von Justine Henin im letzten Mai eine grosse Lücke zu schliessen hatte. Überhaupt scheint das abrupte Karrierenende der Belgierin vor allem den Williams-Schwestern genützt zu haben: Sie haben die drei letzten Major-Turniere für sich entschieden.

Serena Williams gehört damit einem illustren Grüppchen von Spielerinnen mit zehn oder mehr Titeln an und jagt nun ihre Landsfrau Billie Jean King (12). Die Marken von Margaret Smith Court (24) und Steffi Graf (22) dürften hingegen ausser Reichweite bleiben.

Safinas dritte Niederlage in einem gr0ssen Turnier

Safina muss hingegen ihre Ambitionen auch nach ihrem zweiten Final vorerst noch verschieben. Sie wäre mit einem Sieg selber die Nummer 1 geworden, war aber überhaupt noch nicht bereit für den letzten Schritt. Für sie war es die dritte Niederlage in einem grossen Final innert neun Monaten nach Roland Garros (gegen Ana Ivanovic) und dem Olympia-Final von Peking (Jelena Dementjewa).

Immerhin wird Safina mit einer Million australischer Dollar fürstlich getröstet und kassiert damit gleichviel wie der Verlierer des Männerfinals zwischen Roger Federer und Rafael Nadal. Diskussionen über Sinn oder Unsinn der Preisgeld-Gleichheit für Männer und Frauen wurden in den Tagen von Melbourne jedenfalls nicht zum Verstummen gebracht.

Resultate:
Finals. Männer. Sonntag (09.30 Uhr MEZ): Roger Federer (Sz/2) - Rafael Nadal (Sp/1).

Frauen: Serena Williams (USA/2) s. Dinara Safina (Russ/3) 6:0, 6:3.

Doppel. Männer: Bob Bryan/Mike Bryan (USA/2) s. Mahesh Bhupathi/Mark Knowles (Ind/Bah/3) 2:6, 7:5, 6:0.

Mixed: Sania Mirza/Bhupathi (Ind) s. Nathalie Dechy/Andy Ram (Fr/USA) 6:3, 6:1.

Junioren: Yuki Bhambri (Ind/1) s. Alexandros-Ferdinandos Georgoudas (De) 6:3, 6:1.

Juniorinnen: Ksenia Pervak (Russ/3) s. Laura Robson (Gb/5) 6:3, 6:1.

Doppel. Junioren: Francis Casey Alcantara/Cheng-Peng Hsieh (Phi/Taiwan/7) s. Michail Birjukow/Yasutaka Uchiyama (Russ/Jap) 6:4, 6:2.

Juniorinnen: Christina McHale/Ajla Tomljanovic (USA/Kro) s. Alexandra Krunic/Sandra Zaniewska (Ser/Pol) 6:1, 2:6, 10:4.

(fest/Si)

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