Serge Brignoni-Retrospektive im Museo Villa dei Cedri
publiziert: Donnerstag, 2. Okt 2003 / 17:16 Uhr

Bellinzona - Serge Brignoni, der Tessiner Maler, Plastiker und Kunstsammler, wäre heuer hundert Jahre alt geworden. Aus diesem Grund widmet das Museo Villa dei Cedri in Bellinzona dem vor einem Jahr verstorbenen Künstler eine ausführliche Retrospektive.

Ausschnitt aus Erotique végetale von Serge Brignoni.
Ausschnitt aus Erotique végetale von Serge Brignoni.
Zu sehen sind 170 Werke, darunter viele bisher noch nie gezeigte Arbeiten. Sie zeichnen Brignonis künstlerisches Schaffen nach, von den Anfängen im Jahr 1917 bis zum letzten Werk, das kurz vor seinem Tod entstand. Die Ausstellung dauert bis am 4. Januar.

Den grössten Raum widmet die Ausstellung Brignonis Sprache. Diese bildete sich während den Pariser Jahren des Künstlers (1924-1940) heraus.

Brignoni fand in dieser Zeit Zugang zum Kreis der Surrealisten und verkehrte im quirligen Ambiente der Ecole de Paris. Er hatte berufliche und freundschaftliche Verbindungen zu zahlreichen Vertretern der Avantgarde, darunter Giacometti, Ernst, Picasso, Braque, Brancusi, Miro oder Varlin.

Brignonis surrealistische Ausrichtung hat ihre Wurzeln in der phantastischen Kunst. Affinités secrètes, der Titel eines Werkes von 1926, kann als Leitmotiv für seine Kunst gesehen werden: Er spürt darin den geheimen Verbindungen zwischen Menschen, Pflanzen, Räumen sowie Farben nach.

Ab 1940 arbeitete Brignoni, 1903 in Vacallo bei Chiasso geboren, in ruhiger Abgeschiedenheit in Bern. In seinen Bildern entwickelte er eine intensive Farbigkeit. Dazu öffnete er die Räume durch das Einführen von Horizontlinien und hellen, transparenten Zonen auf eine landschaftliche Wirkung hin.

Brignoni ist nicht nur als Künstler, sondern auch als Sammler bekannt. Eine Schenkung seiner grossen ethnographischen Sammlung an die Stadt Lugano ermöglichte die Eröffnung eines Museums für extraeuropäische Kulturen in Castagnola.

Seit seiner Jugendzeit interessierte sich Brignoni für afrikanische und polynesische Kunst. Schriftliche und fotografische Dokumente dieser Sammlertätigkeit sind in die Ausstellung in der Villa dei Cedri eingeflossen.

(bsk/sda)

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