Serieneinbrecher und Geiselnehmer wird verwahrt
publiziert: Donnerstag, 3. Sep 2009 / 14:51 Uhr

Zürich - Ein 40-jähriger Serieneinbrecher und Geiselnehmer ist vom Zürcher Obergericht zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Die Strafe wird zu Gunsten einer Verwahrung auf unbestimmte Zeit aufgeschoben.

Der Mann kommt erstmal in staatliche Obhut.
Der Mann kommt erstmal in staatliche Obhut.
Damit folgten die Oberrichter bei der Massnahme den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Berufung eingelegt.

Die erste Instanz hatte den Angeklagten im Oktober 2008 zwar ebenfalls zu vier Jahren Freiheitsentzug verurteilt, die Sanktion allerdings zugunsten einer stationären Psychotherapie aufgeschoben.

Der neunfach vorbestrafte Mann sitzt seit dem 28. September 2007 im Gefängnis. Der 40-jährige Kroate serbischer Abstammung hatte damals in Zürich auf der Flucht vor der Polizei eine Familie in ihrer Wohnung überfallen, mit einer Revolverattrappe sowie einer blutigen Spritze bedroht und als Geiseln genommen.

Die Familie konnte sich nach einer Stunde befreien. Dabei wurden zwei Opfer vom Angeklagten mit der Spritze in die Hände gestochen. Kurz darauf konnte die Polizei den Mann festnehmen.

Im Gefängnis hatte der Verurteilte jegliche Therapien abgelehnt. Im Vorfeld des Berufungsprozesses hatte er mehrere unflätige Briefe an das Obergericht geschrieben und alle Psychiater als Dreckspack bezeichnet.

(fest/sda)

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