Sex-Skandal war seit über zwei Jahren bekannt

publiziert: Freitag, 20. Aug 2004 / 18:33 Uhr

Baden-Baden - Zwei Jahre unter dem Deckel gehalten: Die österreichische Bischofskonferenz, der Vatikan und der St. Pöltener Bischof Kurt Krenn haben seit über zwei Jahren von homosexuellen Ausschweifungen im Priesterseminar von St. Pölten gewusst.

Krenn habe schriftlich vor dem Priesterseminar als Freudenhaus für Homosexuelle gewarnt.
Krenn habe schriftlich vor dem Priesterseminar als Freudenhaus für Homosexuelle gewarnt.
Diese schwere Anschuldigung erhebt der deutsche Fernsehsender ARD in einer Dokumentation des Südwestrundfunks. Ein Vertrauter des zurückgetretenen Krenn habe schriftlich vor dem Priesterseminar als Freudenhaus für Homosexuelle gewarnt, berichtete der Sender.

Die Dokumentation wird am Sonntag in der ARD gesendet. Der Vertraute schrieb demnach, dass der Leiter des Seminars durchschnittlich drei bis vier, und sein Stellvertreter durchschnittlich eine homosexuelle Beziehung lebe.

Zu dem Sex-Skandal äusserte sich trotz des vom Vatikan verhängten Interviewverbots erstmals ein Seminarist öffentlich. Es hat eine homosexuelle Atmosphäre im Seminar geherrscht, sagte der Priesteranwärter, der auch an verschiedenen Sex-Festen teilgenommen haben soll.

Es wurden homosexuelle Beziehungen geführt zwischen beiden Regenten zu den Seminaristen. Es wurden homosexuelle Beziehungen aktiv gelebt im Seminar, wird er zitiert.

Der Seminarist nannte die Vorgänge gegenüber dem SWR ganz schlimm und ganz furchtbar. Dass man das ausgenutzt hat, dass man ein Doppelleben geführt hat. Nach aussen sind wir ein ganz katholisches und konservatives Priesterseminar. Und wie es innen ausschaut, war es ganz anders: Moralisch unter´m Hund.

Der Priesteranwärter sprach gegenüber SWR von einem richtigen Sumpf. Es sei sehr schmerzhaft, dass der Vatikan sich erst durch die Medien zwingen lässt zu reagieren.

2003 waren im Priesterseminar St. Pölten auf Computern tausende pornographische Bilder, auch mit Minderjährigen, entdeckt worden. Der Skandal wurde Anfang Juli in einem Artikel des österreichischen Magazins Profil aufgedeckt. Der Leiter von St. Pölten und sein Vize traten darauf zurück. Der Vatikan liess das Seminar schliessen.

(bert/sda)

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